Darabos zu Arbeitsmarkt: FPÖ polemisiert mit Halbwahrheiten gegen Zuwanderung

Österreich braucht gut ausgebildete Zuwanderer als Fachkräfte – Wirtschaftswachstum muss angekurbelt werden

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos weist die Behauptungen der FPÖ zurück, wonach der Anstieg der Arbeitslosigkeit auf die Arbeitsmarktöffnung für EU-BürgerInnen zurückzuführen sei. "Der Hauptgrund für den Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt im schwachen Wirtschaftswachstum, nicht in der Zuwanderung. Österreich braucht, im Gegenteil, gut ausgebildete Zuwanderer als Fachkräfte", erklärte Darabos am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die FPÖ verbreite bewusst Halbwahrheiten, um gegen ZuwandererInnen und die Arbeit der Bundesregierung zu polemisieren. "Wie immer unterste Schublade", stellte Darabos fest. ****

"Die Mehrzahl der Zuwanderer sind hochqualifizierte Fachkräfte, die von der Wirtschaft gebraucht werden", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Von Arbeitslosigkeit betroffen seien vor allem Menschen mit gar keinem oder niedrigem Bildungsabschluss. Das betreffe knapp die Hälfte aller beim AMS vorgemerkten Personen. "Deswegen investiert die Bundesregierung kontinuierlich und konsequent in verschiedene Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen", sagte Darabos.

Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, muss die Wirtschaft angekurbelt werden, betonte Darabos. "Dazu dient die Entlastung der ArbeitnehmerInnen durch die Steuerreform genauso wie die Konjunktur-und Investitionsprogramme der Bunderegierung", so Darabos weiter. "Die Wirtschaft darf aber nicht dadurch geschwächt werden, dass ihr wertvolle Arbeitskräfte vorenthalten werden. Die Zuwanderung von gut qualifizierten, jungen Arbeitskräften, so wie sie jetzt stattfindet, ist eine wichtige Voraussetzung für künftige nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung."

Die Forderung der FPÖ nach einer teilweisen Schließung des Arbeitsmarktes sei in mehrfacher Hinsicht unsinnig, so Darabos. "Es wäre rechtlich gar nicht zulässig und hätte nur Nachteile, sowohl für im Ausland arbeitende ÖsterreicherInnen als auch für den heimischen Arbeitsmarkt", stellte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer klar. (Schluss) sc

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