ÖH zu Jahresbericht des Qualitätsicherungsrates für Pädagog_innenbildung

PHs und Unis müssen gleichwertige Partner_innen sein

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) sieht in dem am 11. Mai veröffentlichten ersten Teil des Jahresberichtes des Qualitätssicherungsrates (QSR) das schiefe Machtgefälle zwischen unterschiedlichen Hochschultypen erneut bestätigt. "Der Bericht lobt die Kooperation zwischen Unis und Pädagogischen Hochschulen (PHs), die wir prinzipiell als begrüßenswert erachten. Wie der Bericht aber auch bestätigt verläuft diese Kooperation ausschließlich zu Gunsten der Universitäten, da der Großteil der Lehramtsausbildung dorthin verlagert wird. Gleichzeitig müssen wir aber beobachten, wie die fachwissenschaftliche Lehre durch die dramatische Unterbesetzung an Personal an den PHs nicht abgesichert ist. Das schwächt nicht nur die Position der PHs, sondern geht vor allem auch auf Kosten der Studierenden," so Viktoria Spielmann vom Vorsitzteam der ÖH: "Für uns sind die beiden Hochschultypen jedoch gleichwertige Partner_innen. Wir fordern daher sowohl Bildungs- als auch Wissenschaftsministerium dazu auf die Rahmenbedingungen für die Kooperation zu präzisieren und sich für eine Absicherung aller Hochschulen stark zu machen."

Die zusätzliche Belastung der Studierenden zeigt sich besonders bei der Verteilung von Personal auf unterschiedliche Standorte. "Bis heute wurde nicht gewährleistet, dass alle Hochschulstandorte personell und im jeweiligen lokalen Lehrangebot abgesichert sind. Hier gibt es bereits jetzt eine immense Unterbesetzung an den PHs, die nicht berücksichtigt wurde," betont Spielmann. "Dadurch sind immer mehr PH-Studierende zum Pendeln gezwungen, was mit zusätzlichen finanziellen und zeitlichen Kosten für selbige verbunden ist. Ein Mehr an Hürden bedeutet aber auch Minus an Studienfortschritt. Studierende sollten daher die rechtliche Absicherung haben unter dem Semester nicht zum Pendeln gezwungen zu sein," so Spielmann.

Ein erster wichtiger Schritt wäre es in diesem Zusammenhang Kooperationen durch eindeutige rechtliche Rahmenbedingungen zu stärken. "Viele dieser Schwierigkeiten resultieren aus der unterschiedlichen Rechtslage von PHs und Unis. Das unterstreicht auch der Bericht ganz eindeutig. Wir fordern daher vom Wissenschaftsministerium endlich ein übergreifendes Hochschulrahmengesetz und insbesondere ein einheitliches Studienrecht zu installieren", fordert Spielmann.

Rückfragen & Kontakt:

ÖH - Österreichische Hochschüler_innenschaft
Emir Dizdarevic
Pressesprecher
Tel.: +43/676/888522-11
emir.dizdarevic@oeh.ac.at
https://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001