Getrennte Verpackungssammlung 2014 mit Rekordergebnis: KÄRNTEN SAMMELT KNAPP 64.000 TONNEN

Klagenfurt (OTS) - Die Kärntnerinnen und Kärntner sammelten 2014 knapp 64.000 Tonnen Papier, Glas, Leichtverpackungen und Metall. In fast allen Bereichen konnte die Sammelmenge im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, freuen sich Landesrat Rolf Holub und ARA Vorstand Christoph Scharff bei der gemeinsamen Präsentation der aktuellen Zahlen in Klagenfurt. Eine deutliche Verbesserung lässt sich auch bei den Fehlwürfen ausmachen. Eine IMAS Umfrage bestätigt weiter, was die Sammelzahlen belegen: Die getrennte Abfallsammlung in Kärnten funktioniert beispielhaft.

Fehlwurfquote um ein Fünftel verringert

Die Zahlen sprechen für sich: In Kärnten wurden 2014 fast 7.300 Tonnen Leichtverpackungen gesammelt, das sind 13,1 kg pro Einwohner und Jahr und bedeutet damit eine Steigerung um rund 1 % zum Vorjahr. Erstaunlich ist vor allem die deutlich verbesserte Reinheit: Der Anteil an Fehlwürfen und Verunreinigungen bei den Leichtverpackungen konnte um 3,8 Prozentpunkte oder ein gutes Fünftel verringert werden - die größte Verbesserung aller Bundesländer. ARA Vorstand Christoph Scharff: "Die Kärntnerinnen und Kärntner haben auch heuer wieder die Sammelmenge vom Vorjahr überschritten. Dass auch die Qualität des gesammelten Materials dabei derart deutlich gesteigert werden konnte, freut uns ganz besonders."

Landesrat Rolf Holub ergänzt: "Ich möchte mich bei allen fleißigen Sammlerinnen und Sammlern bedanken. Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass das System zur getrennten Abfallsammlung in Kärnten funktioniert und von allen Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen wird. Das bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind und das Niveau nicht nur halten, sondern von Jahr zu Jahr stetig ausbauen können."

Sammelmengen in fast allen Bereichen gesteigert

2014 wurden in Kärnten ca. 40.000 t Altpapier gesammelt, das entspricht einer Steigerung von knapp 2 % im Jahresvergleich. Mit einer Steigerung von rund 1 % liegt auch die Sammlung der Leichtverpackungen über dem Vorjahresniveau, während die Altglassammlung das Niveau 2013 gehalten hat
(+0,2 %). Ein leichter Rückgang ist lediglich bei Metallverpackungen (1,4 %) zu verzeichnen, wobei diese Entwicklung auf den generellen Trend zu leichteren Verpackungsmaterialien zurückzuführen ist.

Aber nicht nur die Sammelzahlen zeigen, dass die getrennte Verpackungssammlung in Kärnten gut angenommen wird. Laut einer aktuellen IMAS Umfrage beurteilen die Kärntnerinnen und Kärntner die Leichtverpackungssammlung mit 1,5 nach dem Schulnotensystem. Mit der Note 1,3 werden Metall- und Glassammlung noch besser bewertet. Am besten schneidet die Altpapiersammlung mit der Note 1,1 ab. Diese gute Bewertung zeigt, dass Kärntnerinnen und Kärntner das System zur getrennten Abfallsammlung schätzen. Generell hält man in Kärnten zu 98 % die Idee der Mülltrennung für sehr gut oder gut. Das angebotene Sammelsystem wird allgemein positiv bewertet und die Mehrheit möchte an der bestehenden Sammlung auch nichts ändern.

Recycling-Zentrum Kärnten

Die hohe Sammelquote bei Leichtverpackungen hat auch unmittelbare positive Auswirkungen auf Unternehmen in Kärnten. Durch die getrennte Sammlung und Sortierung stehen Rohstoffe zur Verfügung, die wieder verwendet werden können. Dabei ist Kärnten das Zentrum des Kunststoff-Recyclings in Österreich: Etwa die Hälfte der bundesweiten stofflichen Verwertung von Kunststoffverpackungen erfolgt in Kärntner Betrieben.

Kärnten als Pionier in der Getränkekartonsammlung

Nach der Fusion von Öko-Box und ARA im Jahr 2014 startete in Landskron, Villach, ein Pilotversuch zur gemeinsamen Sammlung von Getränkekartons und Plastikflaschen. Bis dahin wurden gebrauchte Getränke- und Milchpackerl in eigenen Sammelboxen bereitgestellt und Plastikflaschen über Gelbe Tonne und Gelben Sack gesammelt. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit legte den Grundstein für den Erfolg: Die Umstellung wurde von der Bevölkerung hervorragend angenommen. Der Rücklauf an Getränkekartons konnte sogar gesteigert werden und liegt nun bei rd. 17 % der Gesamtsammelmenge. Gleichzeitig ist der Fehlwurfanteil kleiner und die Sammlung wirtschaftlicher. ARA Vorstand Christoph Scharff: "Auch bei Umweltschutz und Recycling ist Effizienz wichtig. Der Modellversuch in Landskron hat uns einen erfolgreichen Weg gezeigt, wie wir das Recycling bequemer machen und gleichzeitig Kosten für KonsumentInnen und Wirtschaft sparen können -ein Modell für weite Teile Österreichs." Villach wurde für den erfolgreichen Modellversuch der ARA Qualitätspreis 2014 verliehen.

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Christian Mayer
Altstoff Recycling Austria AG
Tel.: 01.599 97-320
E-Mail: christian.mayer@ara.at

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