Brennstoffe: Heizen wird zum Teil billiger

AKNÖ empfiehlt aber Mengen- und Qualitätskontrolle

Wien (OTS) - Der Stückholzpreis hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum geändert. Pelletsheizer können sich freuen: sie zahlen gegenüber dem Vorjahr um bis zu 11 Prozent weniger. Das sind die Ergebnisse der im April durchgeführten AKNÖ-Erhebung der Brennstoffpreise. Ein Vergleich lohnt sich, zumal unter den Anbietern die Preise sowohl für die festen Brennstoffe als auch für die Lieferung stark variieren. Gleiches gilt auch für Qualität und Menge.

Raummeter oder Schüttraummeter - der Unterschied macht beim Stückholz immerhin ein Drittel aus. "Um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein, sollte die gewünschte Menge samt genau definierter Maßeinheit bereits bei der Bestellung und schriftlich festgehalten werden", empfiehlt AKNÖ-Konsumentenschützer Ing. Horst Krumholz. Generell ist vorab zu klären, was im offerierten Preis tatsächlich enthalten ist. "Manche Anbieter liefern sogar kostenlos, vor allem dann, wenn die Anbieterfirma im gleichen Bezirk liegt wie die Lieferadresse", so Krumholz.

Qualität entscheidend

Speziell beim Stückholz aber auch bei Kohle und Koks ist darauf zu achten, dass die enthaltene Restfeuchtigkeit so gering wie möglich ist. Feuchtes Holz lässt sich nur schwer anheizen und verbraucht zudem viel mehr Energie. Oft wird Holz als "halbtrocken" angeboten, vor allem für Kachelöfen ein völlig ungeeignetes Material. Geeignetes Holz hat einen Restfeuchtegehalt von zwanzig Prozent, was üblicherweise nach zwei Jahren Lagerung erreicht wird. Ing. Krumholz:
"Waldfrisches Holz verringert den Heizwert um die Hälfte. Gibt es hier Probleme, muss sofort reklamiert werden, denn dann gilt das Gewährleistungsrecht."

Die Ergebnisse der Preiserhebung im Überblick:

• Stückholz Buche (33cm gehakt) kostet zwischen 93,33 Euro und 73,90 Euro der Raummeter. Damit zeigt sich eine maximale Preisdifferenz von rund 22 Prozent.

• Pellets offen ab fünf Tonnen inkl. Transport, jedoch ohne Abfüllpauschale, kosten pro 1.000 kg zwischen 248 Euro und 220 Euro. Damit ergibt sich ein Preisunterschied von rund 13 Prozent.

• Pellets in 15 kg Säcken inkl. Transport (Abnahme 5000 kg) kosten zwischen 5,15 Euro und 3,60 Euro.

• Hüttenkoks (Brech II) zugestellt pro 1.000kg kostet zwischen 525 Euro und 340 Euro. Die Differenz zwischen dem Höchst- und dem Niedrigstpreis macht erstaunliche 54 Prozent aus.

• Steinkohle Jahresmenge (5t) zugestellt kostet pro 1.000 kg zwischen 546 Euro und 299 Euro.

• 1.000 kg Holzbriketts zu 10 kg-Gebinde (5x30 cm gelocht) kosten zwischen 265 Euro und 200 Euro je Tonne. Damit ergibt sich ein Preisunterschied von rund 13 Prozent.

Alle Detailergebnisse des Preisvergleichs finden Sie auf noe.arbeiterkammer.at/konsumentenschutz

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AKNÖ-Konsumentenschutz
Ing. Horst Krumholz
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