Neues Volksblatt: "Botschaft" von Markus EBERT

Ausgabe vom 13. Mai 2015

Linz (OTS) - Mit der ihm eigenen Ironie hat ÖVP-Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner in seiner Begrüßung beim Bundesparteitag auf die turbulenten Jahre verwiesen, die die Volkspartei hinter sich hat:
Erstmals seit 2003 sei keine Personalentscheidung zu treffen, und im Gegensatz zu Südtirol, wo über eine Beschränkung der Funktionsperioden für Obleute diskutiert wird, solle es für ÖVP-Chefs eine "Garantie" für zumindest eine Funktionsperiode geben. Mitterlehner ist der 16. Bundesparteichef seit 1945, in OÖ ist mit Josef Pühringer der erst sechste Landesparteiobmann seit Parteigründung im Amt.
Unbestritten hat die Bundes-ÖVP harte Zeiten hinter sich - ein Magazin hatte die Todesanzeige für die Partei schon auf die Titelseite gehoben. Aber statt tatsächlich in Agonie zu verfallen hat man sich einem Reformprozess verschrieben, dessen Ergebnis nun am neuen Parteiprogramm sichtbar wird. Wird es mit ebensolchem Engagement als Botschaft an die Wähler hinausgetragen, wie es gestern beim Parteitag über weite Strecken diskutiert wurde, dann ist der nächste, notwendige Schritt getan. Positionen und Werte zu vertreten, dafür einzustehen und sie im politischen Wettbewerb engagiert zu propagieren: Das ist sozusagen die logische Fortsetzung der Evolution. Denn das beste Papier nützt nichts, wenn dessen Botschaften nicht unter die Leute gebracht werden.

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