Gewerkschaft vida: KV-Verhandlungen im Eisenbahnsektor am Start

Umfrage mit 1.100 TeilnehmerInnen weist hohe Bereitschaft zur Unterstützung von Kampfmaßnahmen für guten KV-Abschluss aus

Wien (OTS) - Am Start befinden sich die Gehalts- und Lohnverhandlungen für die rund 35.000 Beschäftigten in eisenbahnspezifischen Berufen bei allen Eisenbahnunternehmen.. "Ziel ist es, bis Ende Juni mit der Arbeitgebervertretung am Verhandlungstisch ein für die Beschäftigten gutes Ergebnis zu erzielen", sagt Roman Hebenstreit, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida.++++

Im Vorfeld der KV-Verhandlungen 2015 hat die Gewerkschaft eine Umfrage unter Mitgliedern aus dem Eisenbahnbereich durchgeführt. An der Erhebung haben sich über 1.100 Beschäftigte beteiligt. "Aufgrund der erfreulich hohen TeilnehmerInnnenzahl war es möglich, ein durchaus repräsentatives Meinungsbild der EisenbahnerInnen zu gewinnen, welches selbstverständlich als Schwerpunkt in die kommenden Verhandlungen einfließen wird", so Hebenstreit weiter.

Dabei wurden von den UmfrageteilnehmerInnen drei markante Punkte mit besonders hoher Zustimmung bewertet:

  • Neben der Erhöhung der KV-Löhne und -Gehälter sollen auch die individuellen Überzahlungen (Ist-Löhne und -Gehälter) angehoben werden.
  • Die Erhöhung der Nettolöhne muss spürbar sein.
  • Allgemeine Verbesserungen im KV-Rahmenrecht werden ebenso als essentiell betrachtet. Insbesondere für den seit 2011 für alle in österreichische Eisenbahnunternehmen neueintretende Bedienstete geltenden "EU-KV" (Kollektivvertrag für Beschäftigte bei österreichischen Eisenbahnunternehmen) sei dieser Wunsch deutlich geäußert worden.

"Seit 2011 gilt für alle neuen Beschäftigten in eisenbahnspezifischen Berufen nur mehr ein einziger KV, der sogenannte EU-KV", erörtert vida-Gewerkschafter Hebenstreit. "Dabei handelt es sich noch um einen relativ 'jungen' KV, der natürlich noch in zahlreichen Punkten weiterentwickelt werden muss. Kollektivverträge müssen den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie etwa gesunkenen Personalständen in einzelnen Unternehmensbereichen bei allgemein gestiegener Produktivität laufend angepasst werden", betont der vida-Fachbereichsvorsitzende.

Darüber hinaus seien den EisenbahnerInnen auch bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Arbeitsplatzsicherheit sowie gute Arbeitsbedingungen besonders wichtig. "Die Umfrage hat zudem deutlich gezeigt, dass sich 62 Prozent der Bahnbediensteten nicht gerecht entlohnt fühlen. Gleichzeitig besteht eine sehr hohe Bereitschaft, gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen zu unterstützen, wenn das für das Erzielen eines guten KV-Abschlusses unvermeidbar wäre", bekräftigt Hebenstreit.

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