NEOS: Internationaler Tag der Pflege wird zum Tag des nationalen Protestes in Österreich

Gerald Loacker: „Beschwichtigungsreden von Regierungsmitgliedern sind zu wenig“

Wien (OTS) - Der internationale Tag der Pflege wird seit den siebziger Jahren traditionell am Geburtstag von Florence Nightingale veranstaltet. Sowohl in Wissenschaft, als auch in der Praxis gilt sie als eine einflussreiche Reformerin des Sanitätswesens und der Gesundheitsfürsorge. Heute, knapp 105 Jahre nach ihrem Tod, treffen sich in ganz Österreich Pflegekräfte aller Sparten und planen Proteste gegen die Verantwortlichen in den Krankenhäusern und der Politik. Ihre Forderungen: gegen Einsparungen, Personalmangel und Überlastung am Arbeitsplatz, für mehr Mitspracherecht im Krankenhaus statt überhasteter und intransparenter Entscheidungen.

"Die Problematik der Berufsgruppe Pflege ist nicht zuletzt nach den Protesten der Ärztinnen und Ärzte im Zusammenhang dem Ärztearbeitszeitgesetz bekannt und dem Sozialminister bewusst. Anstatt daraus zu lernen und gemeinsam das Gespräch zu suchen, blocken die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen ab. Die Situation wird eskalieren und hunderttausende Menschen bleiben enttäuscht zurück" warnt der NEOS Sozial- und Gesundheitssprecher Gerald Loacker.

NEOS fordert seit Beginn der Legislaturperiode strukturelle Reformen im Bereich der Pflege und Gesundheit. Dazu zählt die Zusammenlegung der Ressorts aus dem Sozial- und des Gesundheitsbereich, die Verschränkung von Gesundheits- und Pflegeagenden, das Nachdenken über neue und nachhaltige Finanzierungslösungen sowie offene Debatten über Reform der Kompetenzlagen. "Auch die Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes wird seit mittlerweile fast einem dreiviertel Jahr am grünen Tisch hin und hergeschoben und findet nicht den Weg in ein öffentliches Begutachtungsverfahren" äußert sich Loacker kritisch zu den vielen Verunsicherungen für diese wichtige Berufsgruppe. "Vertrauensbildende Maßnahmen zwischen Bevölkerung und Politik sehen anders aus, wir brauchen klare und transparente Prozesse und nicht nur Beschwichtigungsreden der verantwortlichen Regierungsmitglieder."

NEOS wird wie bei der Ärtztearbeitszeit auch in Sachen Pflegereformen aktiv werden und plant Treffen und Vernetzungen mit Berufsgruppenvertreter_innen, NGOs aus Wissenschaft und Praxis sowie betroffenen Bürger_innen. "Wir müssen uns endlich offenen Blickes den Herausforderungen des breiten Themenfeldes Pflege widmen und mutige Reformen überlegen und nicht nur neues Geld in alte Kanäle schütten, denn damit ist weder der Berufsgruppe noch den betroffenen Menschen gedient. Daher schließen wir uns den Protesten der Care Revolution an, wenn es um die Forderung nach transparenten Entscheidungen und nachhaltigen Reformen geht," so Loacker abschließend.

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