Stadler/Sidl: „Mit Sonnenstrahlen Stromrechnung zahlen“

SPÖ NÖ startet mit Energiekampagne in den Sommer

St. Pölten (OTS) - Ein "Leistbares Leben" für die NiederösterreicherInnen ist den SozialdemokratInnen ein Anliegen -dieser Punkt zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm der SPÖ NÖ, den zehn Geboten für ein sozialdemokratisches Niederösterreich, das am Landesparteitag vergangenen November einstimmig beschlossen worden ist. Dazu gehören auch die rasch steigenden Mieten und Energiekosten, die die Geldtaschen der Menschen belasten. Parallel dazu stellt der Klimawandel ein großes Problem da, auch für unsere Region. "Wir möchten, dass sich die Menschen in unserem Bundesland das alltägliche Leben wieder leisten können. Dabei spielt neben dem Wohnen auch das Thema nachhaltige und leistbare Energie eine wichtige Rolle, dem wir uns als SPÖ in Zukunft widmen möchten", kündigt der Energiesprecher der SPÖ NÖ im Landtag, Dr. Günther Sidl, einen Energieschwerpunkt an.

Die SPÖ NÖ präsentiert deshalb ganz bewusst nach dem diesjährigen Tag der Sonne, der vergangenes Wochenende stattgefunden hat, ihre Ideen für ein neues Photovoltaik-Fördermodell zur Mittelstandsförderung:
"Zur Gewinnung von sauberem und leistbarem Strom soll es künftig für private Haushalte einfachere und bessere Förderungen bei der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen geben. Wir wollen, dass PV-Anlagen bei privaten Haushalten mit 500 Euro pro kWp (Kilowatt-Peak) bei der Errichtung gefördert werden", fordert Stadler. Konkret sollen Anlagen mit einer Leistung bis maximal fünf kWp (die den Strom-Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses erzeugen können) gefördert werden, insgesamt bedeutet das fünf mal 500 Euro, also 2.500 Euro Maximalförderung. Eine derartige Förderkulisse würde die Anschaffung einer PV-Anlage für private Haushalte deutlich erleichtern, Ziel ist es, jährlich 10.000 Haushalte zu unterstützen.

Weiter fordert der SPÖ NÖ Chef die Energiekostenfreie Stromrechnung:
Wer mit seiner PV-Anlage mehr Strom produziert, als für den Eigenverbrauch im Moment nötig, speist diesen ins Stromnetz ein und stellt ihn somit anderen KundInnen zu Verfügung. Wenn man zu einem späteren Zeitpunkt selbst Strom braucht, soll dieser (in selber Menge wie zuvor eingespeist) gratis aus dem Netz bezogen werden können, lediglich die Netzgebühren fallen weiterhin an. "Bei einer Fünf-kWp-PV-Anlage gäbe es so keinerlei Energiekosten für Privathaushalte mehr - die Stromrechnung wird so im wahrsten Sinne des Wortes mit Sonnenstrahlen bezahlt", erklärt Stadler.

Das neue SPÖ NÖ PV-Modell beinhaltet aber auch Vorschläge für den großvolumigen Wohnbau: Es sollen alle neuen Wohnhäuser, die mit Wohnbauförderung gebaut werden, mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Genauso sollen bei bestehenden, mit Wohnbauförderung erbauten Objekten, im Zuge der Althaussanierung nach Möglichkeit neue PV-Anlagen nachgerüstet werden. "So würde auch auf den Dächern von Wohnhäusern saubere Energie erzeugt werden und die Energiekosten für MieterInnen würden massiv fallen", erklärt Stadler abschließend.

Somit umfasst das SPÖ Photovoltaikmodell für leistbare und umweltfreundliche Energie für Niederösterreich folgende Punkte:
 Einfachere und bessere Errichtungsförderung für PV-Anlagen
 Energiekostenfreie Stromrechnung
 Neue Wohnhäuser mit Photovoltaik-Anlagen ausstatten
 Bei Althaussanierungen Photovoltaik-Anlagen nachrüsten

"Energiekosten werden für immer mehr Menschen zu Über-Lebenskosten -Teuerungen fallen ganz besonders ins Gewicht und haben massive Auswirkungen auf das Familienbudget", sagt Sidl: "Uns sind deshalb leistbare Energiekosten wichtig: Dazu gehören ein vernünftiger Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, das Nutzen von Energiesparpotentialen, aber natürlich auch sinnvolle Investitionen in erneuerbare Energien." Viele Menschen müssen ein Wohnangebot akzeptieren, bei dem schon von Vornherein feststeht, dass die Energiekosten hoch sein werden. Auch Menschen mit niedrigeren Einkommen wissen über den Zusammenhang zwischen Energiesparen und Energiekosten Bescheid, sie haben Vorstellungen von erneuerbarer Energie und Energieeffizienz, aber keine finanziellen Spielräume um aus eigener Kraft etwas umzusetzen. Deshalb wollen wir mit unserem Modell einerseits Bewusstseinsbildung betreiben, aber vor allem Impulse setzen, damit möglichst viele Menschen sich den Umstieg zu erneuerbaren Energien leisten können. Uns SozialdemokratInnen ist auch wichtig, dass wir die Innovationen auf dem Sektor der Erneuerbaren Energie in Niederösterreich massiv vorantreiben. Ein größerer Markt bringt neue Ideen. Niederösterreich soll ein Zentrum der technologischen Fortschritte und der Forschung werden. Dazu noch das modernste Energienetz. Das bringt Investitionen in unsere Regionen und schafft Arbeitsplätze vor Ort."

Die Photovoltaik-Kampagne der SPÖ NÖ startet jetzt im Mai und wird bis in den Herbst laufen. Die Vorschläge sollen mittels Streumaterialien (Postkarten, Give Aways, Gemeindeumfragen, lokale Veranstaltungen, etc.) unter die Bevölkerung gebracht werden. Zudem können sich die NiederösterreicherInnen auf der Homepage der SPÖ NÖ www.noe.spoe.at Energiespartipps abholen!

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