Steiermark punktet mit leistbaren Mieten

Seit 2010 sind Mieten unter der Inflationsrate gestiegen, Trend zum eigenen Dach hält an

Wien (OTS) - In der aktuellen Analyse von ImmobilienScout24 zeigt sich der Immobilien-Markt in der Steiermark im ersten Quartal 2015 sehr ruhig - nahezu stagnierende Preise für Grundstücke, Häuser sowie gebrauchte Eigentumswohnungen und moderate Preissteigerungen bei neuen Eigentumswohnungen.

Mieten-Anstieg in der Steiermark leicht über dem Österreich-Schnitt

Die Mietpreise sind im ersten Quartal für gebrauchte Wohnungen in der Steiermark mit plus 1,7 Prozent etwas über dem Österreich-Schnitt (+0,6 Prozent) gestiegen, sind aber insgesamt immer noch moderat und durchschnittlich um 2 Euro günstiger als im nationalen Durchschnitt. Mietpreise für gebrauchte Wohnungen liegen in der Steiermark bei 7,2 EUR/m2 (Österreich-Schnitt 9,2 EUR/m2) und für neue Wohnungen bei 8,6 EUR/m2 (Österreich-Schnitt 10,6 EUR/m2). Wer derzeit eine neue Mietwohnung in der Steiermark sucht, kann mit einem relativ gleichbleibenden Mietniveau versus 2014 rechnen (+0,6 Prozent).

Seit Anfang 2010 bis einschließlich erstes Quartal 2015 sind die Mieten in der Steiermark mit maximal 9,3 Prozent deutlich unter der Inflationsrate gestiegen (das gesamte Verbraucherpreisindex-Plus betrug in diesem Zeitraum im Jahresdurchschnitt betrachtet 12,3 Prozent). "Leistbares Wohnen ist in der Steiermark durchaus noch möglich. Der Süden kann trotz der Preissteigerungen österreichweit nach wie vor mit günstigen Immobilienpreisen punkten. Wir erwarten aber eine sukzessive Ausweitung des Grazer Speckgürtels und damit auch ein Anziehen der Preise in diesen Regionen", so Dr. Patrick Schenner, Geschäftsführer von ImmobilienScout24. Das Verhältnis zwischen Miet- und Kaufpreisen ist in Graz sehr ausgewogen.

Trend zum Haus

Die 5-Jahres Preisanalyse 2010 bis einschließlich erstes Quartal 2015 zeigt entsprechend der gestiegenen Nachfrage (+39 Prozent bei Grundstücken) einen klaren Trend zum Eigentum: Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen sind bis zu 34 Prozent teurer geworden. Seit 2010 sind die Grundstückpreise um durchschnittlich 22 Prozent angestiegen. Vor allem neue Häuser haben einen Boom erlebt und sind zwischen 2010 und 2015 um 33,8 Prozent teurer geworden. Auch für gebrauchte Häuser (+19,4 Prozent) und gebrauchte Eigentumswohnungen (+28,7 Prozent) mussten Käufer deutlich mehr ausgeben als in den Nullerjahren. Vergleichsweise stabil entwickelten sich in diesem Zeitraum die Preise bei gebrauchten Eigentumswohnungen (+9,2 Prozent).

Im ersten Quartal 2015 sind die Preise für Grundstücke (+1 Prozent), neue Häuser (+1,4 Prozent) und gebrauchte Häuser (0,4 Prozent) sowie für gebrauchte Eigentumswohnungen (+0,9 Prozent) kaum gestiegen. Nur neue Eigentumswohnungen haben preislich um durchschnittlich 2,9 Prozent zugelegt. Die Grundstückspreise liegen in der Steiermark mit durchschnittlich 59,8 EUR/m2 noch deutlich unter dem Österreich-Schnitt von 112 EUR/m2.

Für die aktuelle Preisanalyse wurden Datensätze für das erste Quartal 2015 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2014 analysiert. Bei der 5-Jahres Analyse wurde der Zeitraum 1.1.2010 bis 31.3.2015 herangezogen.

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