FPÖ-Hofer zum heutigen Internationalen Tag der Pflege

Nagelprobe für die ÖVP-Abgeordneten nach Forderung einer Erhöhung des Pflegegeldes am Bundesparteitag

Wien (OTS) - "Salbungsvolle Worte zum Internationalen Tag der Pflege sind für die Betroffenen zu wenig. Wir müssen unseren Pflegebedürftigen auf Augenhöhe begegnen und dafür die notwendigen Reformen im Pflegebereich endlich umsetzen", fordert heute der freiheitliche Pflegesprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer.

"Mit der etappenweisen Verlängerung des Pflegefonds wird neues Geld in alte Systeme gepumpt, ohne den Bereich der Pflege zukunftsfit zu reformieren", warnt Hofer. Dies sei sämtlichen Betroffen nicht weiter zumutbar. Dringende Strukturreformen, wie jene des Gesundheitswesens, um finanzielle Mittel für den Pflegebereich freizumachen, würden von der Bundesregierung weiterhin auf die lange Bank geschoben, so Hofer.

Die Finanzierung des Pflegesystems müsse auf ein solides Fundament gestellt werden, verlangt Hofer, um beispielsweise die dringend notwendige und längst überfällige Valorisierung des Pflegegeldes vorzunehmen. Dazu der freiheitliche Behinderten- und Pflegesprecher und Dritte Nationalratspräsident Ing. Norbert Hofer: "Die für den Staat kostengünstigste Alternative zur Heimunterkunft Pflegebedürftiger ist nach wie vor die Pflege daheim. Diese Leistung, die Familienangehörige tagtäglich leisten, wird zu wenig gewürdigt", so Hofer, der die Pflege in den eigenen vier Wänden bei einer ausbleibenden Wertanpassung ernsthaft in Gefahr sieht. "Seit Einführung des Pflegegeldes 1993 beträgt der Inflationsverlust im Schnitt über 30 Prozent." Für den freiheitlichen Pflegesprecher sind die Weiterentwicklung des Pflegegeldes und die Entlastung pflegender Angehöriger eine Bedingung für eine künftige Koalition, denn "der Großteil der Pflege passiert in den eigenen vier Wänden, der Staat muss hier mehr entgegen kommen", bekräftigt Hofer zum wiederholten Mal.

Auch der ÖVP-Seniorenbund werde laut Medienberichten beim Bundesparteitag eine jährliche Erhöhung des Pflegegeldes beantragen. Dazu in einer ersten Reaktion der freiheitliche Pflegesprecher: "Ich begrüße das Umdenken in der ÖVP und kündige an, im Zuge der nächsten Nationalratssitzungen zum wiederholten Male einen Antrag betreffend die jährliche automatische Wertanpassung des Pflegegeldes an die Inflation einzubringen. Im Zuge der namentlichen Abstimmung können die Abgeordneten der ÖVP zeigen, wie sie zum Thema Pflege tatsächlich stehen, das wird eine Nagelprobe für die ÖVP-Abgeordneten."

Im Bereich der 24-StundenBetreuung tritt die FPÖ für folgende Gesamtumstellung des Systems ein: Es müsse eine Bundesgenossenschaft für Pflege und Betreuung eingerichtet werden. Dort wäre künftig das Pflegepersonal zu beschäftigen, wobei das Personal nicht 24 Stunden tätig sein müsste, sondern in Schichten. "Dieses System ist finanzierbar, weil ein Arbeitsloser nicht weniger als 28.000 Euro im Jahr an Kosten und Mindereinnahmen für die öffentliche Hand verursacht", bekräftigt Hofer. "Voraussetzung für eine Tätigkeit im Rahmen einer 24-Stunden-Betreuung muss eine Ausbildung sein. Für nahezu jede Tätigkeit in Österreich ist eine Ausbildung vorgesehen, für diese sehr sensible Arbeit mit Menschen aber nicht. Das ist ein Skandal", so Hofer abschließend.

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