Strafakt zu Adolf Loos online einsehbar

Wien (OTS/RK) - In den Jahren 1928/29 wurde gegen den Architekten Adolf Loos ein Prozess wegen Schändung und Verführung Minderjähriger zur Unzucht geführt. Mit dem Strafakt lässt sich das damalige Verfahren nachvollziehen.

Kläger und Beschuldigte im Wortlaut

Im Akt sind Ermittlungsunterlagen der Polizei, Verfügungen des Untersuchungsrichters und der Staatsanwaltschaft, Schreiben der Verteidiger des Beschuldigten und von Adolf Loos selbst sowie Briefe anonymer Verfasser an die Ermittlungsbehörden enthalten. Sie erlauben einen detaillierten Einblick in den Ablauf des Verfahrens.

Angeklagt und freigesprochen

Adolf Loos wurde am 1. Dezember 1928 von der Anklage wegen Schändung freigesprochen. In Teilbereichen wurde er wegen Verführung zur Unzucht zu vier Monaten strengen Arrests - allerdings nur bedingt -verurteilt. Er musste also die Gefängnisstrafe nicht antreten. Im März 1932 erfolgte der endgültige Strafnachlass.

Online einsehbar

Der gesamte Strafakt ist im Wiener Archivinformationssystem (WAIS) digital abrufbar:

https://www.wien.gv.at/actaproweb2/benutzung/archive.xhtml?id=Akt++++ +DD3BCE46-42BE-4461-BE51-89F3B3543AC3lanm08wuj#Akt_____DD3BCE46-42BE- 4461-BE51-89F3B3543AC3lanm08wuj

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