Kaske: Pflegerinnen und Pfleger verdienen Respekt, Wertschätzung und gerechte Entlohnung

Wien (OTS) - "Es ist an der Zeit, den Beschäftigten dieser Berufsgruppe den entsprechenden Respekt zu zollen", sagt AK-Präsident Rudi Kaske: "Die Reform des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes bietet eine Chance, den Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich am Krankenbett, im OP, in den mobilen Diensten oder wo auch immer ihr Bestes geben, die längst überfällige notwendige Wertschätzung entgegenzubringen." Die Ansiedelung der Ausbildung zum gehobenen Dienst an Fachhochschulen wird Kompetenzerweiterungen bringen, die im Alltag faktisch ohnehin schon passieren, so der AK Präsident und fordert, dass eine der Ausbildung entsprechende Bezahlung mit den Reformschritten zwingend einhergehen muss. Die Diskussion um Arbeitszeit und Einkommen der Ärzte in den Spitälern darf nicht auf dem Rücken der PflegerInnen ausgetragen werden, so Kaske.

Der AK Präsident kritisiert, dass die derzeitigen Überlegungen zur Reform "leider vom Bestreben nach einer Verbilligung des Gesundheits-und Sozialbetreuungssystems dominiert wird. Eine Reform unter der Prämisse des Kostendrucks lässt nicht nur weitere Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen, sondern auch Auswirkungen auf die derzeit sehr hohe Qualität der Versorgung und Betreuung der Patientinnen und Patienten befürchten." Eine durchlässige und österreichweit vereinheitlichte Pflegeausbildung muss so schnell wie möglich geschaffen werden, wohnortnahe Ausbildungszentren sowie adäquate Bezahlung der Praktikumszeiten müssen sichergestellt sein. Kaske fordert zudem einen bundesgesetzlich festgelegten einheitlichen Pflegeschlüssel, der die neuen Entwicklungen in diesem Bereich zufriedenstellend abbildet.

Berufsangehörige der Gesundheits- und Krankenpflege sind Studien zufolge überdurchschnittlich stark von belastenden Arbeitsbedingungen betroffen. Physisch und emotional sehr belastende Tätigkeiten gehören in dieser Berufsgruppe zum Alltag. Zusätzlich sind sie aufgrund Personalmangels häufig gezwungen, Tätigkeiten anderer Berufsgruppen zu übernehmen, für die sie überqualifiziert sind. Auf der anderen Seite müssen immer öfter ärztliche Tätigkeiten ausgeübt werden, eine entsprechende höhere Entlohnung bleibt allerdings aus.

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