ÖGB-FGV: Pflegeberufe müssen attraktiver werden

Bei der Reform des Berufsrechts müssen klare Zuständigkeiten geschaffen werden

Wien (OTS) - "Die Reform des Berufsrechts der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Es müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Auch eine entsprechende Verbesserung der Einkommenssituation ist notwenig", stellt der Vorsitzende der ÖGB-ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB-FGV), Josef Zellhofer, fest.++++ Die aktuelle Diskussion um die Arbeitszeit der angestellten ÄrztInnen sowie den ÄrztInnenmangel zeige wieder einmal klar auf, dass für die Aufrechterhaltung einer optimalen PatientInnenbetreuung eine Ausweitung des Verantwortungs- und Zuständigkeitsbereichs des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege notwendiger sei denn je. Zellhofer: "Von der Pflege werden zunehmend bisher rein ärztliche Tätigkeiten, aber auch bestimmte Verordnungskompetenzen für ausgewählte Medizinprodukte, die den Kernbereich der Pflege bestreffen, zu übernehmen sein."
Dass damit die Ausbildung diesen neuen Anforderungen angepasst werden müsse, sei zwar allen klar, aber, so der ÖGB-FGV-Vorsitzende, "bei der Umsetzung gibt es derzeit außer Zeitschinden nicht sehr viel". Die Ausbildung werde in Zukunft an Fachhochschulen oder Universitäten stattfinden müssen. Zellhofer erinnert aber daran, dass damit nicht auf Knopfdruck alle neu ausgebildet werden können. Er fordert daher, dass die derzeit in Beschäftigung stehenden Angehörigen des gehobenen Dienstes der Pflege auf freiwilliger Basis die Möglichkeit bekommen über eine verkürzte Ausbildung einen akademischen Abschluss erwerben können. Und für Zellhofer steht auch fest: "Mehr Arbeit und mehr Verantwortung kann es nicht zum Nulltarif geben."

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