Mitterlehner: Lehrerausbildung durch Kooperation mit Leben erfüllen

Qualitätssicherungsrat für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung präsentiert ersten Bericht - Umsetzung im Zeitplan, weitere Maßnahmen in Umsetzung

Wien (OTS/BMWFW) - "Die Ausbildung unseres künftigen Lehrpersonals hat direkte Auswirkungen auf die Qualität des Unterrichts, daher müssen wir diesen Bereich weiter stärken. Die Ausarbeitung der Curricula und die Aufbauarbeit im Vorfeld sind dabei ein wichtiger Grundstein", so Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner anlässlich des ersten Berichts des "Qualitätssicherungsrates (QSR) für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung" zur Umsetzung der neuen Lehrerausbildung. Dieses Expertengremium, das vom Wissenschafts- und vom Unterrichtsministerium eingesetzt wurde, achtet auf die Qualität der Curricula und begleitet die Implementierung der neuen Ausbildung an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen. "Durch seine Beratung und Expertise hat der Qualitätssicherungsrat die konzeptionelle Aufbauphase und Vorbereitungen an den einzelnen Institutionen maßgeblich begleitet. Jetzt geht es darum, die vorgesehene Kooperation zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen auch in der Praxis zu leben. Hier sind alle Partner gefordert, gemeinsam an der Umsetzung der neuen Lehramtsstudien zu arbeiten", so Mitterlehner. Die neue Lehrerausbildung sieht vor, dass künftige Lehramtsstudierende - egal ob an einer Universität oder einer Pädagogischen Hochschule - ein vierjähriges Bachelorstudium mit fundierter wissenschaftlicher und ausgeprägter praktischer Ausbildung und ein ein- bis eineinhalbjähriges Masterstudium absolvieren müssen.

In den letzten Jahren sind von den einzelnen Akteuren - insbesondere an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen - aber auch von den zuständigen Ministerien zahlreiche Maßnahmen gesetzt worden, um die neue Ausbildung erfolgreich auf den Weg zu bringen. Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hat etwa im Rahmen der letzten Novelle zum Universitätsgesetz, im Vorjahr die studienrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit ein gemeinsames Studium zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen unter klaren rechtlichen Rahmenbedingungen durchgeführt werden kann. Nunmehr wird im Zuge der technischen Umsetzung der zwischen Universitäten bestehende Datenverbund auf Pädagogische Hochschulen ausgeweitet, um die Studierenden in Lehramtsstudien mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand administrieren zu können. Dazu ist auch geplant, dass Matrikelnummernsystem von derzeit 7-stellig auf 8-stellig auszuweiten und mittelfristig eine Möglichkeit zu schaffen, alle tertiären Studierenden in einem einheitlichen System erfassen zu können. Für die Studierenden in einem gemeinsamen Lehramtsstudium führt diese Umstellung zu weniger Bürokratie, da sie sich langfristig nur mehr an einer Institution inskribieren müssen. Künftig werden Lehrerinnen und Lehrer neben dem notwendigen Fachwissen bzw. der erforderlichen Fachdidaktik auch einen sogenannten "pädagogischen Kern" mit allgemeinen bildungswissenschaftlichen Grundlagen absolvieren. "Die neue Ausbildung bereitet die Studierenden noch besser auf steigende Anforderungen im Lehrberuf vor und dadurch wird die Unterrichtsqualität direkt verbessert. Zudem schaffen wir mehr berufliche Entfaltungsmöglichkeiten für unser künftiges Lehrpersonal", so Mitterlehner. So wird etwa der Umstieg von einer Altersstufe in eine andere durch verbesserte Anrechnungsmöglichkeiten von Vorkenntnissen verbessert.

"Insgesamt liegen wir im Zeitplan, sodass bereits im kommenden Wintersemester die ersten Studienangebote mit der Umsetzung und Professionalisierung der neuen Ausbildung beginnen werden. Aber es gibt auch noch klare Handlungsfelder, etwa was den Stellenwert des Lehramtes an den einzelnen Institutionen oder noch erforderliche Lehrstühle anbelangt. Dafür haben wir in den Hochschulraumstrukturmitteln Budget vorgesehen."", so Mitterlehner. Für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2016 - 2018 stehen rund 97,5 Millionen Euro für Kooperationen zur Verfügung. Damit soll u.a die Umsetzung der Pädagog/innen-Bildung NEU weiter vorangetrieben werden, etwa durch die Finanzierung neuer Professuren oder "Brückenprofessuren" von zwei Institutionen, neue Qualifizierungsstrukturen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, einen Kapazitätsaufbau im Personal allgemein oder den Aufbau neuer IKT-Strukturen (e-learning).

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