Reimon: EU-Militäreinsatz gegen Flüchtlingsschiffe völlig unangemessene Reaktion auf humanitäre Krise

"BK Faymann muss sich diesem gefährlichen Unfug entgegenstellen."

Wien/Brüssel (OTS) - "Angesichts der anhaltenden Flüchtlingstragödie im Mittelmeer setzt die EU auf Aktionismus statt auf Hilfe. Der Versuch, vom UN-Sicherheitsrat heute ein Mandat für einen Militäreinsatz in Nordafrika zu erhalten, ist eine völlig unangemessene Reaktion auf die derzeitige humanitäre Krise. Ein EU-Militäreinsatz würde eine weitere Eskalation für die ohnehin instabile Region bedeuten", kritisiert Michel Reimon, Europaabgeordneter der Grünen.

"Wenn die Befürworter eines Militäreinsatzes Flüchtlingsschiffe zerstören wollen, vergessen sie zu erwähnen, dass der überwiegende Teil dieser Schiffe normale Fischerboote sind. Diese zu zerstören hieße, die prekäre Lebenssituation der Fischer in Nordafrika weiter zu verschlechtern. Bundeskanzler Faymann muss sich diesem gefährlichen Unfug entschieden entgegenstellen", fordert Reimon.

"Glauben die Befürworter eines Militäreinsatzes ernsthaft, damit auch nur ein einziges Problem zu lösen? Im Gegenteil: ein Angriff auf Flüchtlinge und deren Schiffe wäre nicht zuletzt Wasser auf die Mühlen radikalislamistischer Bewegungen, die dem Westen seit Langem vorwerfen, Menschen aus dem arabischen Raum und aus Afrika als Menschen zweiter Klasse zu behandeln", so Reimon.

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