Neues Volksblatt: "Zwischenbilanz" (von Herbert Schicho)

Ausgabe vom 11. Mai 2015

Linz (OTS) - Der heutige "Manic Monday" ist nicht ein "just another", sondern ein besonderer: Beim Höhepunkt der Zentralmatura-Premiere bekommen erstmals alle österreichischen Maturanten die gleichen Mathe-Aufgaben gestellt. Das Angstfach mit der höchsten Durchfall-Quote ist aber nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Verantwortlichen in Bifie und Ministerium die Bewährungsprobe schlechthin. Man kann durchaus davon ausgehen, dass - wie in den anderen Fächern auch - die logistische Herausforderung gemeistert wurde. Ob es auch gelungen ist, den Schwierigkeitsgrad richtig einzustellen, wird man erst in ein paar Tagen genau wissen.
Als erste Zwischenbilanz lässt sich sagen, dass der Ablauf an und für sich funktioniert. Auch zeigt die Reaktion auf den Einbruch in das Salzburger Akademische Gymnasium, dass man durchaus auf Eventualitäten vorbereitet ist. Wobei man sich schon noch die Frage stellen muss, ob man nicht die eine oder andere grundsätzliche Korrektur anbringen sollte. So machten am Donnerstag etwa 50 Schüler in Slowenisch, rund 20 Schüler in Ungarisch und etwa zehn Maturanten in Kroatisch eine Prüfung, mit zentralen Fragen aus Wien. Bei einer so geringen Anzahl der Prüflinge wäre es vermutlich wirtschaftlicher und auch zielorientierter, die Frageerstellung vor Ort den jeweiligen Lehrenden zu überlassen. Hier ist die Vergleichbarkeit als Argument nicht relevant.

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