Heinisch-Hosek: „Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus zeigt, wie wichtig Zivilcourage im Alltag ist“

Frauenministerin hielt die Hauptrede beim sozialdemokratischen Gedenken beim „Richard Bernaschek Denkmal“ im Rahmen der Befreiungsfeier Mauthausen

Wien (OTS/SK) - "Wir dürfen die Gräueltaten des Nationalsozialismus niemals vergessen. Die Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte hilft zu verstehen, wie wichtig Zivilcourage im Alltag ist", sagte Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek heute, Sonntag, bei der sozialdemokratischen Gedenkkundgebung im Rahmen der Feier "70 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen". Diese Kundgebung bei der Richard Bernaschek Gedenktafel wird alljährlich von den Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen und Aktiven AntifaschistInnen im Vorfeld des traditionellen Gedenkzuges über den Appellplatz im Rahmen der internationalen Befreiungsfeiern des Mauthausen-Komitees organisiert. Neben Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sprachen Hannes Schwantner, Bundesvorsitzender der FreiheitskämpferInnen und Laurien Scheinecker von den FreiheitskämpferInnen Oberösterreich. ****

"Wir gedenken jener Menschen, die im Konzentrationslager Mauthausen Unfassbares erdulden mussten. Wir erinnern uns an jene, für die die Befreiung zu spät kam", so Heinisch-Hosek. "Es ist auch unsere Aufgabe, die Geschichte der Frauen, die hier gequält und gepeinigt wurden, vor dem Vergessen zu bewahren. Die Bedingungen hier in den Baracken, das Ausmaß der Grausamkeit, mit denen die Menschen ausgebeutet, zur Zwangsarbeit gezwungen und schließlich ermordet wurden, ist immer noch unfassbar."

Die Arbeit hier in der Gedenkstätte Mauthausen ist für die Zukunft unseres Landes und für unsere Demokratie von großer Bedeutung. Allein in den letzten Jahren wurden hier mit mehr als 43.000 Jugendlichen Zivilcourage-Trainings durchgeführt, bei denen Jugendliche lernen, mit Angriffen, Ohnmacht, Aggression und Angst umzugehen.

Heinisch-Hosek erinnerte in ihrer Rede an die ehemalige Frauensekretärin und Vorsitzende der SPÖ-Frauen und Vorsitzende der FreiheitskämpferInnen Rosa Jochmann, die vor 70 Jahren aus dem Konzentrationslager Ravensbrück zurückkehrte und mit aller Kraft am Wiederaufbau Österreichs und der sozialdemokratischen Partei mitgearbeitet hat. "Sie war bereit, für ihre Überzeugung einzustehen, für ihre Gesinnung ihr Leben zu riskieren. Sie hat so vielen Menschen Mut und Zuversicht gegeben und selbst in Zeiten größter Not andere vor Verzweiflung und Resignation bewahrt. Es ist unsere Aufgabe, aus der Vergangenheit zu lernen. Rosa Jochmann ist uns dabei ein leuchtendes Beispiel und Vorbild", so Heinisch-Hosek. (Schluss) ve

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