Tanz und Erinnern: Der Europatag im Gedenkjahr 2015

Vergangenheit und Gegenwart im Mittelpunkt der Europatag-Feier am 8. Mai im EU-Haus

Wien (OTS) - Beim Europatag im Haus der Europäischen Union gab es heuer gleich mehrere Jubiläen zu feiern: "70 Jahre Befreiung vom Nazi-Terror, 65 Jahre Schuman-Erklärung als Grundstein für ein geeintes Europa, 60 Jahre Staatsvertrag und schließlich 20 Jahre Österreich in der EU", sagte Georg Pfeifer, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments bei der Begrüßung. "Die Verbindung dieser historischen Meilensteine ist wichtig, weil es eine klare Linie gibt, die sich von den mehr als 35 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs hin zur Schuman-Erklärung und zu Österreichs Mitgliedschaft in der Europäischen Union gibt."

Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees und Bürgerpreisträger des Europäischen Parlaments, erinnerte an das Kriegsende vor genau 70 Jahren und bewegte das Publikum mit der Geschichte der Familie Langthaler, die unter größten Risiken zwei russische Kriegsgefangene bei sich versteckte. "Das ist die extremste Form der Zivilcourage: Menschen zu helfen, die man nicht kennt. Wir feiern heute auch Menschen wie diese Familie". In diesem Zusammenhang appellierte Mernyi an alle, gerade in unserer Zeit, nicht zu "non-helping-bystanders" zu werden, sondern die zu sein, die ein gemeinsames Europa gestalten wollen.

Johann Sollgruber, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission, mahnte aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. "Es ist die Aufgabe von uns allen, die Europäischen Grundrechte zu schützen und zu bewahren". Der Tanz von Gloria Benedikt und Mimmo Miccolis visualisiere nicht nur die Verbindungen zwischen den Mitgliedstaaten, sondern auch die Herausforderungen, mit denen die Europäische Union konfrontiert ist.

Der Tanz der beiden jungen Künstler zeigte eindrucksvoll wie wichtig es ist, aufeinander einzugehen, um die Balance nicht zu verlieren.

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