PA-djp: Erfolgreicher KV-Abschluss 2015 für die Angestellten der Hotellerie und Gastronomie

Reform der Gehaltsschemata für alle Bundesländer auf gutem Weg – Bezahlung für PflichtpraktikantInnen verankert

Wien (OTS) -

Diese Meldung wurde korrigiert Neufassung in Meldung OTS0146 vom 07.05

Am 6. Mai 2015 wurde nach mehreren Verhandlungsrunden
das Abschlussdokument der Kollektivvertragsverhandlungen für die Angestellten der österreichischen Hotellerie und Gastronomie für 2015 unterzeichnet.

"Von den in einem konstruktivem Verständnis ausgehandelten Änderungen, die mit 1. Mai 2015 gelten, profitieren durchaus alle rund 25.000 Angestellten in ganz Österreich", kommentiert der zuständige Wirtschaftsbereichssekretär in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier), Paul Prusa, das Ergebnis.

Die Beschäftigungsgruppen konnten österreichweit vereinheitlicht werden und die anachronistische Aufsplitterung in zehn verschiedene Gehaltsschemata wurde auf nunmehr sechs Schemata verringert. Für das Jahr 2016 scheint eine weitere Einschränkung auf drei bis vier Gehaltstabellen möglich. Die Dienstzeitzulagen wurden jetzt schon vereinheitlicht.

Ab 1. Mai 2015 bestehende höhere Gehälter und günstigere arbeitsrechtliche Vereinbarungen werden durch das Inkrafttreten des neuen Kollektivvertrages nicht berührt. Alle Angestellten, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Mai 2015 begonnen hat, sind nach ihrer Qualifikation und ihrer Tätigkeit in die neuen Beschäftigungsgruppen einzustufen und mittels Dienstzettel darüber zu informieren.

Für nicht branchenspezifisch Ausgebildete wurde ein Mindestgrundgehalt von 1.400 Euro sowie ein Mindestgrundgehalt von 1.500 Euro für einschlägig Ausgebildete ab dem 3. Jahr nach Abschluss ihrer Ausbildung gesichert. Die Möglichkeit zur Arbeitszeitdurchrechnung für Vollzeitbeschäftigte in Ganzjahresbetrieben wurde im Rahmen der kollektivvertraglichen Möglichkeiten auf 26 Wochen verlängert. Bisher hatte nur die Saisonhotellerie eine 13 Wochen übersteigende Durchrechnungsmöglichkeit.

Mindestbezug für PflichtpraktikantInnen geregelt

Geregelt wurde auch die Bezahlung von PflichtpraktikantInnenen, die im Zuge einer fachspezifischen Ausbildung ein betriebliches Praktikum absolvieren müssen. Der Mindestbezug beträgt nunmehr 695 Euro. Für PflichtpraktikantInnen, für deren Ausbildungsweg eine Reifeprüfung oder ein gleichzuhaltender Schulabschluss als Voraussetzung gefordert sind, beträgt der Mindestbezug 910 Euro. Die Pflichtpraktikanten unterliegen dem Kollektivvertrag.

"Mit diesem KV-Abschluss 2015 hat auch die Arbeitgeberseite gezeigt, dass sozialpartnerschaftliche Lösungen möglich und machbar sind. Das ist ein Weg, der den Beschäftigten nützt und hoffentlich fortgesetzt wird", so Prusa abschließend.

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