• 05.05.2015, 13:02:52
  • /
  • OTS0153 OTW0153

Rotes Kreuz zu EZA-Mittelerhöhung

Stufenplan ist zu begrüßen. Einrechnung von Privatspenden wird abgelehnt.

Utl.: Stufenplan ist zu begrüßen. Einrechnung von Privatspenden wird
abgelehnt. =

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - "Dass bis zum Sommer ein Stufenplan zur
Erhöhung der Ausgaben für die EZA vorgelegt wird, ist ein guter
Anfang", sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen
Roten Kreuzes und erinnert daran, dass dieses Vorhaben bereits im
Regierungsübereinkommen niedergeschrieben und somit keine Neuigkeit
ist. Bewerten könne man dieses Vorhaben natürlich erst, wenn der
Stufenplan vorliegt. "Die Bundesregierung hat jetzt die Chance, an
der Einhaltung ihrer Versprechen zu arbeiten. Das Versprechen heißt,
dass 0,7 Prozent des BIP für Entwicklungszusammenarbeit aufgewendet
werden. Daran muss sich der Stufenplan orientieren", sagt Kerschbaum.
Wichtig sei, dass sich die Erhöhung nicht auf veränderte
Anrechnungsmodalitäten zurückführen lässt. "Davon hätten die Menschen
in Ostafrika, in Syrien und in anderen Partnerregionen nämlich rein
gar nichts." Laut Medienberichten (APA) wurde im Ministerrat auch der
Vorschlag diskutiert, Spenden in das Gesamtaufkommen der ODA
(Official Development Assistance) miteinzuberechnen. "Ich kann mir
nicht vorstellen, dass ein solcher Schritt ernsthaft geplant ist",
sagt Kerschbaum. "Sollte das dennoch so sein, sprechen wir uns als
Rotes Kreuz klar dagegen aus. Was den Menschen in unseren
Partnerländern hilft, ist mehr Geld für die bilaterale
Entwicklungszusammenarbeit und keine Rechentricks."

Besonderen Wert legt Kerschbaum darauf, dass der
Auslandskatastrophenfonds von fünf Millionen auf 20 Millionen Euro
erhöht wird. "Auch dieses Vorhaben ist bereits im
Regierungsübereinkommen angekündigt", sagt der
Rotkreuz-Generalsekretär. "Dass Österreich bereit ist, rasch zu
helfen, hat die Regierung erst vergangene Woche anlässlich des
Erdbebens in Nepal gezeigt. Den Auslandskatastrophenfond als
Instrument dieser Hilfe mit den entsprechenden Mitteln auszustatten,
ist das Gebot der Stunde."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ORK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel