ÖGJ: Interesse der Lehrlinge für EU wecken

TTIP & Co. nicht über Menschenrechte und ArbeitnehmerInnenrechte stellen

Wien (OTS) - Nach dem Lehrlingsparlament wurde heute, 5. Mai, das Pilotprojekt "Europa im Betrieb" gestartet, um Lehrlinge über die EU zu informieren. VertreterInnen der EU diskutierten mit Jugendlichen im Wiener Siemens-Werk über Gurkenkrümmung, Euro und Ausländer-Maut. "Wichtige Entscheidungen werden mittlerweile in Brüssel getroffen. Diese können schwerwiegende Folgen für Österreich haben, wie die geplanten Freihandelsabkommen TTIP & Co. zeigen", sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Mit dem Projekt soll daher das Interesse der Lehrlinge für die EU geweckt werden, denn dass man mit Engagement auch die Entscheidungen auf europäischer Ebene beeinflussen kann, zeigt das Beispiel TTIP ebenfalls.++++

Aufgrund zahlreicher Proteste in Österreich ist EU-Kommissarin Cecilia Malmström bei der Einrichtung eines privaten Schiedsgerichtssystems zurückgerudert. "Noch mehr Gewinne anhäufen, noch mehr Dividenden ausschütten, noch niedrigere Löhne und schlechtere Arbeitsrechte: Das wünschen sich viele internationale Großkonzerne. Diesen Wünschen soll durch die Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA entsprochen werden. In dieser Form darf es die Freihandelsverträge nicht geben! Investitionsrechte dürfen nicht über Menschenrechte, Demokratie und ArbeitnehmerInnenrechte gestellt werden", sagt Ernszt. TTIP wird auch beim geplanten Besuch der Handelskommissarin Cecilia Malmström in den Stahlwerken der VOEST Alpine in Linz Thema sein.

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