Sondersitzung - Cap: Internationale Wirtschaftsordnung mitverantwortlich an Tragödien im Mittelmeer

Wien (OTS/SK) - Im Rahmen der Sondersitzung heute, Montag, im Parlament mahnte SPÖ-Abgeordneter und stellvertretender Klubvorsitzender Josef Cap die Verantwortung von Länder, Banken und Hedgefonds hinsichtlich der Lösung der Tragödien im Mittelmeer ein. Der Hintergrund für die Tragödien liege vor allem an der Armut und der Fehlverteilung von Reichtum und wirtschaftlichen Möglichkeiten. "Man hält Diktaturen am Leben, die Rohstoffe absichern, damit die Wohlstandszonen sich weiter gut entwickeln können. Bei dieser großen menschlichen Tragödie geht es nicht nur um Krieg sondern vor allem um Armut, ungerechte Verteilung und um eine ungerechte Handelspolitik", so Cap in seiner Rede. Es sei nicht nur die Politik gefordert für eine Lösung zu sorgen, sondern es geht hier auch um die Mitverantwortung von reichen Länder, Banken, Hedgefonds und Investoren.****

Besondere Kritik übte Cap am englischen Premierminister Cameron, der als Antwort auf die große europäische Herausforderung Kriegsschiffe in die betroffenen Gebiete schicken will. "Das ist schändlich. Wir brauchen neben einer politischen Lösung auch eine wirtschaftspolitische", betont Cap, der in diesem Zusammenhang an internationale Organisationen wie zum Beispiel die Weltbank appelliert, tätig zu werden. "Wir sind heute schon technisch und organisatorisch in der Lage, dass niemand mehr im Mittelmeer ertrinken muss", so Cap. Daher müsse man auch die Idee der Bereitstellung von Flüchtlingscamps in Nordafrika zu Ende zu denken. "Vorrangig ist, dass diese Camps für Flüchtlinge vor terroristischen und kriminellen Organisationen sicher sind", betont Cap. (Schluss)ve/rm

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