Haubner: Rekordarbeitslosigkeit als Warnsignal für Standort

Entlastung statt neuer Belastung – Lohnnebenkosten senken – zeitgleich ausgabenseitige Einsparungen in allen Bereichen

Wien (OTS) - "Der Anstieg der Arbeitslosigkeit um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist alarmierend. Österreich fällt damit auch im EU-weiten Vergleich immer weiter zurück. Diesen Negativtrend müssen wir rasch aufhalten", so Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner anlässlich der heute präsentierten Arbeitsmarktzahlen. Das fortwährende Schönreden der Zahlen durch Sozialminister Hundstorfer oder immer wiederkehrende Populismus-Parolen von Seiten des ÖGB seien hier jedoch wenig hilfreich. "Unsere Unternehmer schaffen mehr als 2,4 Millionen Arbeitsplätze in Österreich. Statt sie durch neue Belastung wie eine Wertschöpfungsabgabe weiter unter Druck zu setzen, müssen wir Wege finden, ihnen den wirtschaftlichen Alltag wieder zu erleichtern", betont Haubner und verweist auf die bereits hohe Abgabenlast auf Unternehmerseite: "Im internationalen Vergleich liegen wir bei den Abgaben im absoluten Spitzenfeld. Nur durch gezielte Senkung der Lohnnebenkosten können wir die Beschäftigung wieder ankurbeln".

Bei den Arbeitsmarktzahlen gebe es einen Lichtblick: die Beschäftigung der Generation 50+. "Im vergangenen Monat waren in der Altersgruppe 50+ rund 52.000 Personen mehr beschäftigt als noch im Vorjahr. Unternehmen schätzen das Wissen und die Erfahrung der Älteren und greifen im Wirtschaftsalltag gerne darauf zurück", so Haubner.

Um international nicht noch weiter an Boden zu verlieren, müssten neben Reformen am Arbeitsmarkt auch in anderen Bereichen Maßnahmen gesetzt werden. "Wir müssen jetzt ausgabenseitige Einsparungen in allen Bereichen vom Arbeitsmarkt bis zum Pensionssystem und der Verwaltung einleiten. Nur so können wir das angestrebte Nulldefizit auch tatsächlich erreichen, unseren Budgethaushalt konsolidieren und Österreich wieder wettbewerbsfähig machen. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es Reformwillen und Durchsetzungskraft. Finanzminister Schelling ist hier bereits auf dem richtigen Weg", so Haubner, der abschließend noch einmal auf eine Entlastung auf Unternehmerseite pocht: "Die vom Finanzminister angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten ist eine wichtige Maßnahme, die nicht schnell genug umgesetzt werden kann. Damit entlasten wir unsere Betriebe nachhaltig und sichern wichtige Jobs".

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