GPA-djp-Proyer: Breite Unterstützung für den zielgerichteten Einsatz von AMS-Mitteln

Aktuelle Entwicklung der Arbeitslosenzahlen beweist, dass Sparen der falsche Weg ist – mehr als 1000 Unterstützungsunterschriften

Wien (OTS) - "Die heutige Bekanntgabe der aktuellen Arbeitslosenzahl, die im Vergleich zum Vorjahr leider wieder gestiegen ist, und die Tatsache, dass die durchschnittliche Zeit der Arbeitssuche in Österreich mittlerweile bereits 116 Tage dauert, sind der beste Beweis dafür, dass die aktive Arbeitsmarktpolitik in Österreich große Unterstützung braucht, aber sicher keine Kürzung. Genau darauf würde aber die derzeitige Mittelaufteilung für das AMS hinauslaufen -sparen ist in der derzeitigen Situation der falsche Weg", kommentiert Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier). Von den derzeit vorgesehenen Kürzungen wären vor allem private Bildungseinrichtungen betroffen.

"Unter den Beschäftigten und ihren BetriebsrätInnen herrscht großer Unmut, sie befürchten nach ersten Kündigungswellen massive Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen", so Proyer weiter. Gemeinsam mit der GPA-djp wurde deswegen eine parlamentarische Bürgerinitiative gestartet. "Die faktische Budgetmittelkürzung, welche durch die Zweckgebundenheit von AMS Mitteln für ältere ArbeitnehmerInnen erreicht wurde, trifft sowohl die arbeitssuchenden Menschen als auch die privaten Bildungseinrichtungen frontal", heißt es in der Petition, in der unter anderem auch eine Umschichtung der AMS-Mittel gefordert wird.

"Förderungen an die Arbeitgeber haben nicht dieselbe Nachhaltigkeit wie Qualifizierungsmaßnahmen. Wir fordern deswegen, dass die Arbeitgeber ihren Beitrag leisten und dass die Beihilfen für Kurzarbeit nicht aus dem operativen AMS-Budget finanziert werden", sagt Proyer den Beschäftigten und BetriebsrätInnen der privaten Bildungseinrichtungen und der sozialökonomischen Betriebe die volle Solidarität der GPA-djp zu. Für die Petition sind 500 UnterzeichnerInnen nötig, diese Zahl wurde bereits deutlich überschritten.

"Gemeinsam mit der aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verdeutlicht diese breite Unterstützung den Handlungsbedarf, wenige Stunden nach Start der betriebsrätlichen Aktivitäten sind bereits mehr als 1.000 Unterstützungsunterschriften in unseren Händen", so Proyer abschließend: "Wir planen neben Gesprächen mit den zuständigen MinisterInnen eine Reihe von Aktivitäten, um die AMS-KundInnen und die Beschäftigten in den Trägereinrichtungen zu unterstützen."

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