Leitl: Lohnnebenkostensenkung kann weiteres Abrutschen im EU-Arbeitsmarktranking verhindern

Österreichs Arbeitsmarktdaten im internationalen Vergleich erneut verschlechtert – Lichtblick ist Beschäftigungsplus bei Älteren

Wien (OTS) - "Dass Österreich im EU-weiten Arbeitsmarktranking mittlerweile mit 0,9 Prozentpunkten hinter Deutschland abgeschlagen auf Platz 3 liegt, ist ein Warnsignal und muss Anlass geben, mit wirksamen Beschäftigungsimpulsen gegenzusteuern", betont WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Der Abstand zum viertplatzierten Luxemburg mit 0,1 Prozentpunkten, ja sogar zum siebentplatzierten Estland mit 0,3 Prozentpunkten ist bereits hauchdünn geworden. Es sei daher leicht möglich, dass Österreich im nächsten Monat noch weiter zurückfällt. Leitl: "Diese Entwicklung muss gestoppt werden. Deutschland hat vor 10 Jahren die richtigen Weichen gestellt, eine Lohnnebenkostensenkung umgesetzt und spürt nun deutlich die positiven Effekte auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Schritt ist auch in Österreich dringend notwendig, denn für eine Kehrtwende am Arbeitsmarkt braucht es Maßnahmen, die es der Wirtschaft ermöglichen, Arbeitsplätze zu schaffen. Das ist nur mit einer spürbaren Lohnnebenkostensenkung möglich."

Beschäftigung Älterer als Lichtblick am Arbeitsmarkt -Eingliederungsbeihilfe wirkt

Einziger Lichtblick am Arbeitsmarkt ist die Beschäftigung Älterer: Im Vergleich zum Vorjahr waren im vergangenen Monat um 52.000 Personen in der Altersgruppe 50+ mehr in Beschäftigung. Der starke Anstieg der Beschäftigten in dieser Altersgruppe ist nicht nur demografisch bedingt, auch die Arbeitslosenquote der Älteren - nach nationaler Definition - stieg mit 0,2 Prozentpunkten geringer als die allgemeine Arbeitslosenquote.

Besonders erfreulich ist, dass immer mehr arbeitslose Personen 50+ wieder zurück in den ersten Arbeitsmarkt finden. Seit Jahresbeginn fanden 42.632 ältere Arbeitslose wieder einen Job,, das ist um 8,8 % mehr als noch vor einem Jahr. Leitl: "Die Betriebe schätzen den Wert der Generation 50+". Positive Effekte hat auch das 2014 gestartete "Älterenpaket", das mit gezielten Maßnahmen bis 2016 die Reintegration in den Arbeitsmarkt unterstützt. 60% der in diesem Zusammenhang zur Verfügung gestellten Mittel sind für Eingliederungsbeihilfe an Betriebe vorgesehen, die bereit sind, Älteren eine Chance zu geben. "Es ist sehr zu begrüßen, dass die Regierung nun beschlossen hat, diese wirksame Maßnahme zur Wiedereingliederung Älterer in den Arbeitsmarkt bis 2019 zu verlängern. Eine Studie des WIFO belegt eindeutig, dass sich Eingliederungsbeihilfen, die Betriebe erhalten, wenn sie arbeitslose Personen einstellen, bei Älteren besonders schnell rechnen. In Beschäftigung zu investieren zahlt sich daher eindeutig aus," betont der WKÖ-Präsident. (PWK308/PM)

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