„Europas wilder Osten – Naturparadies Polen“ im „Universum“

Am 5. Mai um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die "Universum"-Dokumentation "Europas wilder Osten -Naturparadies Polen" zeigt am Dienstag, dem 5. Mai 2015, um 20.15 Uhr in ORF 2 Einblicke in ein Polen abseits von grauen Industriestädten. Es sind großartige Bilder eines schier endlosen Naturparadieses: Weit im europäischen Nordosten tut sich eine Vielfalt an Fauna und Flora auf, die in längst vergangene Welten unseres Kontinents führt. Mehr als ein Jahr haben die renommierten Tier- und Naturfilmer Hans-Peter Kuttler und Ernst Sasse intensiv an dieser beeindruckenden HD-Doku gearbeitet. Das Ergebnis ist ein Augenschmaus für alle, die sich gerne von ursprünglichen Landschaften verzaubern lassen.

Wisente, die in freier Wildbahn leben; Pony-Herden, die durch die Steppe ziehen; Störche, wohin der Blick fällt: Polens vielfältige Natur steckt voller Überraschungen. Im Süden prägen die markanten Berge der Hohen Tatra den Horizont, viele Gipfel dort sind weit mehr als 2.000 Meter hoch; im Nordosten speist das Wasser die Biebrza eines der größten Sumpfgebiete Europas, ein Paradies für seltene Vögel wie den Kampfläufer.

Eisiger Wind prägt den Winter in Polens Osten. Nur wer ein dickes Fell hat wie die Wisente, kann diese Jahreszeit an der Grenze zu Weißrussland überdauern. Ihr warmes Fell schützt diese urtümlichen Rinder gegen jeden Schneesturm, doch auch an ihnen geht das spärliche Nahrungsangebot nicht spurlos vorüber. Die einzigen freilebenden Wisent-Herden Europas leben im polnischen Osten. Sie sind die letzten einer Art, die einst in den meisten Regionen unseres Kontinents verbreitet war. Die vielen Fischotter und Biber merken kaum etwas von Polens frostklirrenden Wintern. Sie tauchen verspielt im eiskalten Wasser, ihr Fell ist extrem dicht und schützt perfekt vor Kälte. Auch wenn Otter und Biber in denselben Gewässern leben, sind sie keine Nahrungskonkurrenten: Biber sind Vegetarier und ernähren sich im Winter von den Blatt- und Rindenvorräten, die sie das Jahr über gesammelt haben; Fischotter sind dagegen aktive Jäger, ihre bevorzugte Beute sind Fische und Krebse. Hat sich endlich der Frühling durchgesetzt, wird es schlagartig laut an der Biebrza:
Unzählige Vögel nutzen das riesige Sumpfgebiet lärmend als Rast- und Brutplatz. Weißflügelseeschwalben und Schwarzhalstaucher bauen ihr Nest, und die Kampfläufer-Männchen balzen mit auffälligen Gesten um die Gunst der Weibchen.

Viele Regionen Polens haben ihren ländlichen Charakter erhalten, dort leben die Menschen eng mit der Natur, das Leben erinnert an Zeiten, die wir nur mehr aus Büchern kennen: Pferde ziehen Pflug und Egge, gemäht wird mit der Sense, und frühmorgens werden die Kühe auf die Feuchtwiesen am Fluss getrieben. Sie halten das Gras kurz - ideale Bedingungen für die vielen Uferschnepfen.

Im Norden Polens, in Masuren, leben mehr Störche als sonst wo in Europa: Mehr als 50.000 Brutpaare kehren jedes Jahr zu ihren Nestern in der Region zurück. Von den Dächern und Kirchtürmen hört man es klappern, wenn die großen Vögel balzen, sich begrüßen oder ihr Nest verteidigen. Und Masurens Wälder sind Heimat eines nahen Verwandten:
Der scheue Schwarzstorch lebt dort versteckt und zurückgezogen. Anders als sein weißer Vetter sucht er Ruhe und Abgeschiedenheit: Er ist ein Kulturflüchter, sogar sein Klappern klingt zurückhaltend. Dafür hat der Schwarzstorch eine ganze Reihe leiser Rufe und Gesänge in seinem Repertoire.

500 Kilometer lang ist die polnische Ostseeküste. Die beeindruckenden Wanderdünen im Slowinski-Nationalpark verwandeln den Strand in eine wahre Wüstenlandschaft. Stetig bewegen sich die Sandmassen weiter -jahrein, jahraus - und überrollen, was ihnen im Weg steht: Wo die Dünen den Wald erreichen, haben selbst kräftige Bäume keine Chance.

Die Sendung - eine Koproduktion von ORF, metafilm und BMUKK, gefördert von FERNSEHFONDS AUSTRIA, Filmfonds Wien und Cinestyria -ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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