• 04.05.2015, 11:00:54
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AMS Wien: Noch höhere Anstrengungen für ältere Arbeitslose

AMS-Wien-Chefin Petra Draxl: „Brauchen zumindest 50 Millionen Euro zusätzlich für Deutschkurse und Basisbildung“

Utl.: AMS-Wien-Chefin Petra Draxl: „Brauchen zumindest 50 Millionen
Euro zusätzlich für Deutschkurse und Basisbildung“ =

Wien (OTS) - Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten
Personen ist im April 2015 im Jahresvergleich um 24,2 Prozent auf
122.347 gestiegen. Die Zahl der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung
ist in Wien um 28,3 Prozent auf 24.924 gesunken, die Summe beider
Gruppen um 10,5 Prozent gewachsen.

Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Zahl der unter-20-jährigen
Arbeitslosen um 8,3 Prozent gestiegen, jene der über-50-jährigen um
25 Prozent. "Wir bekämpfen die Arbeitslosigkeit älterer Menschen
durch einen Mix aus zielgerichteter Unternehmensförderung und einem
breiten Angebot an Sozialökonomischen Betrieben", sagt
AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. "Die zusätzlichen Mittel, die uns die
Bundesregierung dafür zur Verfügung stellt, machen es uns möglich,
unsere Anstrengungen für die Zielgruppe 50+ noch einmal zu erhöhen".

Die besondere Struktur der Wiener Arbeitslosigkeit - vor allem der
extrem hohe Anteil an Menschen, die keinen höheren Abschluss haben
als jenen der Pflichtschule - mache allerdings ein zusätzliches
Sonderprogramm für Wien nötig, fordert Draxl: "Solange die
Arbeitslosigkeit so stark steigt, brauchen wir jährlich zumindest 50
Millionen Euro mehr, um sowohl Deutschkurse als auch Basisbildung bis
hin zum Lehrabschluss im nötigen Ausmaß anbieten zu können."

Die Zahl der offenen Stellen, die die Wiener Unternehmen dem AMS Wien
im April 2015 neu gemeldet haben, liegt um 8,6 Prozent höher als im
April des Vorjahres. "Das lässt uns vorsichtig hoffen, dass die
Konjunktur an Fahrt gewinnt", sagt Draxl. "Denn letztlich kann nur
ein Wirtschaftsaufschwung der Arbeitslosigkeit nachhaltig
entgegenwirken." Im Rahmen von "AMS on Tour" sind derzeit mehr als
100 Beraterinnen und Berater des AMS Wien unterwegs zu den Wiener
Betrieben, um die Personalverantwortlichen über Fördermöglichkeiten
und Stellenbesetzung zu beraten.

Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit am Bau
im April um 22,1 Prozent gestiegen, in der Hotellerie und Gastronomie
um 21,5 Prozent, in der Warenproduktion um 20,5 Prozent und im
Einzelhandel um 19,4 Prozent.

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