- 04.05.2015, 10:33:35
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Führt WKÖ Iran-Seminar Unternehmer absichtlich in die Irre?
Falsche Behauptungen der Wirtschaftskammer über "abgeschlossenen Joint Comprehensive Plan of Action"
Utl.: Falsche Behauptungen der Wirtschaftskammer über
"abgeschlossenen Joint Comprehensive Plan of Action" =
Wien (OTS) - Trotz aufrechter Sanktionen und erst kürzlich verhängter
Milliarden-Strafen bei Verstößen (u.a. Commerzbank, PayPal) sowie
laufender Verfahren (z.B. Deutsche Bank) veranstaltet die
Wirtschaftskammer am 5. Mai erneut ein Werbeseminar für den
Iran-Handel. Anscheinend sollen Unternehmer dabei mit der falschen
Behauptung über einen "vor kurzem abgeschlossenen Joint Comprehensive
Plan of Action" in der Ankündigung zu riskanten Geschäften mit dem
iranischen Regime verleitet werden.
Tatsächlich wurde jedoch weder ein Abkommen mit dem Iran
"abgeschlossen", noch unterzeichnet. Ein "Joint Comprehensive Plan of
Action" soll erst auf der Grundlage der Lausanner Erklärungen
erreicht werden, zu der äußerst unterschiedliche Interpretationen der
USA, Frankreichs, der EU und des Iran vorliegen. Klar ist lediglich,
dass weiterhin schwerwiegende Differenzen bestehen, insbesondere
bezüglich der Aufhebung von Sanktionen.
Die iranische Wirtschaft und insbesondere der Außenhandel sind
größtenteils unter staatlicher Kontrolle eines Regimes, das die
eigene Bevölkerung massiv unterdrückt, den Holocaust leugnet, Israel
mit der Vernichtung droht, Homosexuelle hinrichtet, den weltweiten
Terror finanziert und die internationale Seefahrt behindert, wie sich
letzte Woche durch die iranische Attacke auf das Schiff Maersk Tigris
gezeigt hat. Es ist äußerst befremdlich, dass solch ein Regime für
die WKÖ offenbar ein bevorzugter Handelspartner sein soll. STOP THE
BOMB-Aktivisten werden daher am 5. Mai vor der Wirtschaftskammer in
Wien die Teilnehmer des Seminars über den Charakter des iranischen
Regimes und die Gefahren von Iran-Geschäften informieren.
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