Schieder: 1. Mai ist Kampftag für existenzsichernde und befriedigende Arbeit

6. Urlaubswoche als Ausgleich für Flexibilisierung – Wertschöpfungsorientierung als gerechte Finanzierung

Wien (OTS/SK) - "Neue Entwicklungen - Stichwort Industrie 4.0 -verändern die Arbeitswelt. Die Sozialdemokratie betrachtet die vierte industrielle Revolution nicht als rein technische Veränderung, sondern als soziale Herausforderung. Die SPÖ ist die Partei, die für Beschäftigung und einen starken Sozialstaat eintritt. Gerade angesichts der Lage am Arbeitsmarkt ist der Kampf für existenzsichernde und befriedigende Arbeitsplätze das Gebot der Stunde", betont SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder heute, Donnerstag, anlässlich des 1. Mai als internationalem Kampftag der ArbeiterInnenbewegung. ****

"Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen in einer immer komplexer und fordernder werdenden Arbeitswelt bestehen und ihre Arbeitskraft flexibel zur Verfügung stellen. Viele sind bereit - zum Wohl der Wirtschaft und der Unternehmen - oft bedeutend mehr als acht Stunden am Tag zu arbeiten. Dafür braucht es einen Ausgleich. Es kann jedoch nicht immer nur um die steilere Karriere und mehr Lohn gehen. Die Menschen wollen mehr Zeit für Familie, Freunde und Freizeit. Eine sechste Urlaubswoche für alle mit 25 Jahren Berufserfahrung ist mehr als angebracht", bekräftigt der SPÖ-Klubobmann seine Forderung.

Auch der Standort Österreich würde davon profitieren. "Kurzurlaube oder kurzfristige Freizeitaktivitäten finden oft in nächster Umgebung statt. Das Geld bleibt in der Region. Überdies sind erholte, gesunde und glückliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch ein Vorteil für die Unternehmer", ist Schieder überzeugt.

Durch die Digitalisierung der Produktion wird menschliche Arbeit zunehmend durch Roboter ersetzt. Das hat eine Änderung der Arbeitsformen zur Folge. Die künftige Finanzierung unseres Wohlfahrstaates sei, so der Klubobmann weiter, der zweite wichtige Aspekt im Zusammenhang mit Industrie 4.0. "Wir müssen über eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage für die Beiträge zur Sozialversicherung nachdenken. Die Lösung wird in Richtung einer verstärkten Wertschöpfungsorientierung bei den Sozialversicherungsbeiträgen liegen. Das wäre auch im Sinne der gerechten Finanzierung des Sozialstaates", so Schieder abschließend. (Schluss) mb/sr/mp

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