SOS-Kinderdorf Nepal intensiviert und weitet Nothilfe aus.

14 „child care spaces“ für 2.000 Kinder, 3 neue Sozialzentren für 1.000 Familien und verstärkte Nothilfe in den bestehenden SOS-Kinderdörfern im Erdbebengebiet.

Kathmandu/Wien/Innsbruck (OTS) - Nach aktuellen Berichten von SOS-Kinderdorf Nepal werden die derzeit laufenden Nothilfeaktivitäten durch die SOS-Kinderdörfer in/um die Hauptstadt Kathmandu (Jorpati, Sanothimi, Kavre) und Pokhara auf weiter abgelegene besonders schwer betroffene Orte und Regionen ausgeweitet. Teams von SOS-Kinderdorf berichten, dass in Gegenden wie Sindhupalchok oder der Region Shangkhu bis zu 90 Prozent aller Häuser zerstört sind.

Hilfe für 2000 Kinder in 14 "child care spaces"

Drei "kinderfreundliche Zentren" hat SOS-Kinderdorf inzwischen schon errichtet (2 in Bhaktapur, 1 in Kavre). 11 weitere sollen rasch folgen, mit dem Ziel in insgesamt 14 Kinderzentren rund 2.000 Kinder zu versorgen, damit ihre Eltern entlastet sind und sich um die Versorgung Verletzter, Beschaffung von Nahrung und Wasser sowie den Wiederaufbau kümmern können. Für die Kinder kehrt in den "child care spaces" ein wenig Normalität zurück, sie können mit anderen Kindern malen und spielen, werden umfassend grund- und auch medizinisch versorgt und erhalten auch psychologische Begleitung.

3 neue Sozialzentren für 1.000 Familien

Im Raum Sindhupalchok, wo bis zu 90 Prozent aller Häuser zerstört sind, wird SOS-Kinderdorf drei neue Sozialzentren errichten, die dann rund 1.000 Familien Hilfe anbieten. Wie in den Kinderzentren werden auch hier Kinder tagsüber betreut, um die Eltern zu entlasten. SOS-Kinderdorf wird sich hier und auch in anderen schwer beschädigten Gegenden am Wiederaufbau der Häuser und auch Schulen beteiligen, sowie die Suche nach Angehörigen und Familienzusammenführungen unterstützen. So wurde etwa ein kleines Mädchen, dessen Vater ums Leben gekommen war, im SOS-Kinderdorf Gandaki aufgenommen.

Rasche Nothilfe & nachhaltige Programme für viele Jahre

In erster Linie geht es jetzt wenige Tage nach dem Beben um das Überleben, um Nahrung, Trinkwasser, medizinische Betreuung und ein Dach über dem Kopf. Nothilfe steht daher im Zentrum der Arbeit von SOS-Kinderdorf, sie wird Wochen und Monate dauern. Um den Kindern und Familien nachhaltig helfen zu können, braucht es auch mittel- und langfristige Planung für viele Jahre. Dank des internationalen Netzwerkes vieler SOS-Kinderdorf- Vereine und engagierter Spender, Freunde und Förderer in Österreich und vielen anderen Ländern der Welt kann SOS-Kinderdorf Nepal langfristige Programme planen und auch umsetzen. Hilfe bei und nach Katastrophen braucht einen sehr langen Atem.

SOS-Kinderdorf war lange vor dem Erdbeben da (seit 1972), bündelt derzeit alle verfügbaren Kräfte seiner zehn SOS-Kinderdörfer und angeschlossenen Programme - und wird langfristig bleiben!

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Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Pressesprecher
Tel. 0676/88144-201, viktor.trager@sos-kd.org

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