FSG-Fetik: Sind Ihnen die Frauen egal, Herr Neumayer?

6. Urlaubswoche ist einer von vielen notwendigen Schritten, um mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt herzustellen

Wien (OTS) - "Von einer sechsten Urlaubswoche, wie sie derzeit fast ausschließlich Beschäftigten nach 25 Jahren Zugehörigkeit zu ein und demselben Unternehmen zusteht, würden in erster Linie Frauen profitieren. In weiblich dominierten Branchen wie dem Handel oder dem Gesundheits- und Sozialbereich erreicht beispielsweise kaum eine Beschäftigte 25 Dienstjahre bei einem Arbeitgeber. Gleichzeitig ist hinlänglich bekannt und statistisch erwiesen, dass Frauen den Großteil der privaten Betreuungs- und Pflegearbeit leisten. Trotzdem bezeichnet der Generalsekretär der Industriellenvereinigung die Forderung nach der sechsten Urlaubswoche wortwörtlich als Schnapsidee. Sind Ihnen die Frauen egal, Herr Neumayer?", fragt Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB.

Um mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt herzustellen, wäre eine Modernisierung des Urlaubsrechts unabdingbar, so Fetik weiter. Die IV gebe sich gerne modern und lasse keine Möglichkeit aus, um zu betonen, wie wichtig erholte und motivierte ArbeitnehmerInnen wären, so Fetik abschließend: "Wenn es aber um konkrete Maßnahmen geht, Beschäftigte länger gesund und produktiv im Arbeitsleben zu halten, wie das durch mehr Urlaub natürlich der Fall wäre, werden sie nicht nur abgelehnt, sondern neuerdings sogar lächerlich gemacht, nichts anderes bedeutet nämlich die Bezeichnung Schnapsidee. Ein Verhalten, nicht nur am Vorabend des Tages der Arbeit eine inakzeptable Geringschätzung gegenüber den Beschäftigten, in diesem Fall besonders gegenüber den Frauen, bedeutet. Moderne Politik schaut definitiv anders aus!"

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