APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker –Schelling, Klug und Faymann aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 24.04. bis 30.04.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP). Thema Nummer eins auf Schellings Agenda war in der vergangenen Woche die finanzielle Sicherheit des von der Insolvenz bedrohten Bundesland Kärnten. Am Donnerstag war die gesamte Spitze der Kärntner Landesregierung nach Wien gereist, um mit Schelling, Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) die Bedingungen für eine finanzielle Unterstützung in Form von Krediten durch den Bund auszuhandeln. Allein für das heurige Jahr benötigt Kärnten 343 Millionen Euro, um die laufenden Ausgaben zu finanzieren. Laut Schelling hatte es "Fortschritte" gegeben, jedoch ist auch eine weitere Verhandlungsrunde zwischen dem Finanzminister, sowie der Kärntner Finanzlandesrätin Gaby Schaunig (SPÖ) und Rechtsreferent Christian Ragger (FPÖ), vorerst ohne Ergebnis zu Ende gegangen. "Der Bund will helfen, es braucht aber ein langfristiges Finanzierungskonzept", so ein Sprecher des Finanzministeriums.
Über Finanzhilfe auf europäischer Ebene verhandelte Schelling vergangenen Freitag beim Treffen der Eurogruppen-Finanzminister in Riga - der Themenschwerpunkt war erneut das finanziell stark angeschlagene Griechenland. Schelling meinte nach dem Treffen, er sei bereits "einigermaßen genervt" von der Verhandlungsweise des griechischen Finanzminister Yiannis Varoufakis. Man wolle konkrete Zahlen, Fakten und Reformvorschläge von den griechischen Verhandlungspartnern hören, derzeit seien aber lediglich Überschriften genannt worden, kritisierte der österreichische Finanzminister.

Als Neueinsteigerin der Woche etablierte sich die Kärntner Finanzlandesrätin Gaby Schaunig (SPÖ) auf Platz sieben. Schaunig ist Teil des Verhandlungsteams des Landes Kärnten und war mit Rechtsreferent Ragger am Montag erneut bei Finanzminister Schelling um über günstige Kreditkonditionen für das Bundesland zu sprechen. Vom Bund vorgeschriebene Reformen lehnte Schaunig am Freitag vor einer Woche noch ab: "Es gibt einen Föderalismus. Mit Zielvorgaben bin ich einverstanden. Wie diese erreicht werden, ist aber eine politische Entscheidung des Landes", sagte sie der APA. Etwas optimistischer äußerte sich die SPÖ-Politikerin am Montag: "Einige strittige Punkte konnten ausgeräumt werden", das Verhandlungsklima sei deutlich entspannter als beim großen Gipfeltreffen gewesen, so Schaunig. Medienberichten zufolge verlangt der Finanzminister aber noch genauere Angaben darüber, wie Kärnten seinen Schuldenstand längerfristig abbauen will und welche konkreten Maßnahmen das Bundesland dafür ergreifen will. Weitere Verhandlungen sind in Klagenfurt geplant. Sollte es zu keiner Einigung kommen, droht Kärnten mit Ende Mai die Zahlungsunfähigkeit.

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