Seniorenbund zum Tag der Arbeit: Leistungen der Älteren stärken statt verhindern!

Pensionsversicherung für erwerbstätige Pensionistinnen und Pensionisten endlich abschaffen.

Wien (OTS) - 30. April 2015 - Zum morgigen Tag der Arbeit hält Bundesobmann-Stellvertreterin und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat, Mag. Gertrude Aubauer, fest:

"Menschen über 50 haben es am Arbeitsmarkt nicht leicht. Zwar gelingt es immer mehr Menschen in diesem Alter, ihre Arbeit zu behalten. Fällt man in diesem Alter allerdings aus dem Arbeitsmarkt heraus, schafft man den Wiedereinstieg schwerer als Jüngere. Dennoch schafften es zwischen Jänner und März schon 28.780 Menschen im Alter über 50 aus der Arbeitslosigkeit heraus einen neuen Arbeitsplatz zu finden und sind mittlerweile schon 847.000 50plus erwerbstätig - so viele wie nie zuvor. Das sollte für uns alle ein Grund sein, älteren Erwerbstätigen Mut zu machen."

Aubauer verweist dabei auf Punkte, die der Seniorenbund schon durchsetzen konnte: "Wir betonen schon seit Jahren, dass sich Menschen schon zur Mitte ihres Erwerbslebens Gedanken machen müssen, ob sie in ihrem Beruf gesund alt werden können. Wenn nein, so ist ein Berufswechsel anzudenken und gut vorzubereiten. Dabei haben wir schon vieles geschafft: So sind Bildungskarenz und Bildungsteilzeitkarenz wie von uns gefordert nicht an Altersgrenzen gebunden. Auch die Erwachsenenlehre bietet große Chancen für einen Rollenwechsel im Arbeitsmarkt der späteren Erwerbsjahre. Diese Werkzeuge müssen allerdings noch viel stärker im Bewusstsein der (älteren) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verankert werden. Warten Sie nicht darauf, dass Sie ihren ursprünglich erlernten Beruf gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben können! Nutzen Sie die Angebote zu Umschulung und Weiterbildung. Starten Sie zeitgerecht neu durch!"

Immer mehr Pensionsbezieher sind berufstätig. Pensionsversicherungsbeiträge für diese Gruppe endlich abschaffen!

Und Aubauer verweist auf eine weitere Gruppe von Erwerbstätigen im fortgeschrittenen Lebensalter: "Immer mehr Menschen sind auch nach ihrem Pensionsantritt erwerbstätig. Besonders viele davon in gänzlich neuen Aufgabengebieten und als Selbständige. Sie bleiben also nicht einfach einige Stunden in der Woche an ihren vorherigen Arbeitsplätzen, sondern werden häufig in neuen Bereichen tätig, für die sie sich oft schon länger interessiert hatten. Leider müssen diese leistungswilligen Älteren weiterhin eine Pensionsversicherung einzahlen. Eine Zahlung, der keine adäquate spätere Leistung gegenübersteht. Zugleich ist die Verwaltung dieser Zahlungen kompliziert - zum einen wird vom Pensionskonto durch die Pensionsauszahlung schon abgebucht - zugleich auf der anderen Seite wieder aufgebucht. Die Betroffenen verlieren dabei den Überblick."

Aubauer fordert daher abschließend: "Wir sollten aufhören, die leistungswilligen Älteren derart einzuschränken. Sparen wir uns den Verwaltungsaufwand und befreien wir Pensionsbezieher von den Pensionsversicherungsbeiträgen. Wir brauchen den Einsatz dieser Älteren und sollten ihn unterstützen, statt ihn unnötig zu blockieren!"

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