„Heimat Fremde Heimat“ am 3. Mai: Ja zur Vielfalt und Exkursion gegen das Vergessen

Außerdem: Muslimische Kulturschaffende suchen nach mehr Öffentlichkeit

Wien (OTS) - Lakis Jordanopoulos präsentiert in dem in HD produzierten ORF-Magazin "Heimat Fremde Heimat" am Sonntag, dem 3. Mai 2015, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Ja zur Vielfalt - Willkommensfeier für neue Staatsbürger/innen

Veronika Lobo kommt aus Südindien und lebt mit ihrer Familie seit zehn Jahren in Österreich. Die diplomierte Krankenschwester und bald vierfache Mutter genießt den sozialen Frieden in Österreich und setzte in den vergangenen Jahren alles daran, Österreicherin zu werden. Im Herbst war es nach langem Warten und hohem finanziellen Aufwand endlich so weit: Sie ist nun eine von 2.793 Wienerinnen und Wienern, die im Jahr 2014 die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen bekamen. Am 14. April lud die Stadt Wien alle neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ins Wiener Rathaus, um sie willkommen zu heißen. Ajda Sticker berichtet.

Exkursion gegen das Vergessen

Von Ende April bis Anfang Mai 1945 wurden auch die letzten Konzentrationslager der Nazis auf dem Gebiet des heutigen Österreich von sowjetischen bzw. amerikanischen Soldaten befreit. Eines davon war das in der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbekannte KZ Melk -eine Außenstelle des Konzentrationslagers Mauthausen. Hier waren insgesamt an die 15.000 Menschen inhaftiert, um im ortsnahen Berg einen Stollen für Kriegsproduktion zu bauen. Ungefähr jeder Dritte kam ums Leben. Seit sechs Jahren begleitet nun das Österreichische Mauthausen Komitee Jugendliche, die diese Orte des Grauens besichtigen wollen. "Es geht darum, mit den Menschen in Interaktion zu treten, um mit ihnen zu diskutieren, wie kann es damals gewesen sein, wie schaut es heute aus", sagt der Vorsitzende des Komitees, Willi Mernyi. Ein Bericht von Dalibor Hýsek.

Muslimische Kulturschaffende auf der Suche nach mehr Öffentlichkeit

Die Zahl der Muslime in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren von wenigen Tausend auf mehr als eine halbe Million Menschen vergrößert. Trotzdem sind sie in vielen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen, wie etwa dem Bildungssektor, noch unterrepräsentiert. Auch im Bereich der Kunst und als Kulturschaffende sind Muslime dem Anschein nach nicht so aktiv wie andere Migrantinnen und Migranten. "Mir hat der Zugang gefehlt und ich wusste nicht, wo ich um Förderungen ansuchen kann", erzählt die Fotografin Asma Aiad. Cedomira Schlapper hat mit Künstlerinnen, Künstlern sowie Expertinnen und Experten aus dem muslimischen Kulturkreis gesprochen.

Die in HD produzierte Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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