AUVA: Schwerhörigkeit ist vermeidbar

Anlässlich des Tags gegen Lärm am 30. April warnt die AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) vor den schädlichen Folgen von dauerhafter Lärmeinwirkung

Wien (OTS) - Lärmschwerhörigkeit zählt in Österreich zu den häufigsten Berufskrankheiten - im Jahr 2014 wurden von der AUVA 597 Fälle anerkannt. Ein Großteil davon könnte durch entsprechende Maßnahmen vermieden werden. Bei über 90 % der Betroffenen wurde die Schwerhörigkeit durch Dauerlärm verursacht. Bei nur 4 % sind kurze aber heftige Schalleinwirkungen, wie eine Explosion oder ein Knall, der Auslöser.

Erfreulicherweise konnten in den vergangenen Jahren rückläufige Tendenzen festgestellt werden. Die AUVA hat allein im Jahr 2014 die Lärmbelastung an 37.390 Arbeitsplätzen gemessen, und über 28.500 lärmexponierte Arbeitnehmer aus 1.413 Betrieben wurden auf Kosten der AUVA audiometrisch untersucht. Versicherte Betriebe werden von den Fachleuten der AUVA umfassend und kostenlos betreut. Die Lärmsachverständigen der AUVA helfen konkrete Lärmminderungsmaßnahmen am Arbeitsplatz für jede betriebliche Problemstellung zu erarbeiten.

Auswirkungen von Lärm unterschätzt

Schwerhörigkeit führt oft zur sozialen Isolation, da die betroffenen Personen ab einem gewissen Geräuschpegel Gesprächen nicht mehr folgen können und es ihnen unangenehm ist ständig nachzufragen. Als Konsequenz ziehen sich viele schwerhörige Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben sukzessive zurück und vereinsamen häufig.

Auch wenn Lärm nicht unbedingt schädigend, sondern "nur" belästigend wirkt, kann er Folgeschäden nach sich ziehen, etwa Schlafstörungen oder Unruhezustände. Ab 85 dB ist das Gehör akut gefährdet, bei Einwirkung über einen längeren Zeitraum ist mit Schwerhörigkeit zu rechnen. Diese Auswirkung ist nachhaltig, weil Lärmschwerhörigkeit nicht heilbar ist.

Lösungen für laute Arbeitsplätze

Für die AUVA ist die Vermeidung von Lärm bei der Arbeit ein zentrales Anliegen. Neben der Lärmmessung können mittels modernster Geräte und Analysemethoden sogenannte Lärmkarten erstellt werden. Diese kommen vor allem vor dem Aufstellen neuer Maschinen oder in der Planungsphase von Betrieben zum Einsatz. Mit einer akustischen Kamera werden bereits bestehende Lärmquellen sichtbar gemacht. So können Maßnahmen wie z.B. Schallschutzwände fundiert geplant werden. Wenn keine technischen Maßnahmen möglich sind, ist das Tragen von persönlichem Gehörschutz unbedingt erforderlich. Dabei ist oft auch intensive Bewusstseinsbildung und Überzeugungsarbeit notwendig.

Bei Fragen zur Lärmbelastung am Arbeitsplatz oder in Ausbildungsstätten steht Ihnen das AUVA-Lärmtelefon unter der Nummer +43 5 93 93-21734 während der Bürozeiten zur Verfügung.

Wenn eine persönliche Beratung im Betrieb gewünscht wird, wenden Sie sich bitte an das Lärmtelefon oder an hub@auva.at.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum Studienabschluss. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Kernaufgaben Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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Wolfgang Hawlik
Sicherheitsmarketing und Presse
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