NEOS begrüßen Mitterlehners Pläne für strategische Universitätsentwicklung

Wissenschaftssprecher Niki Scherak sieht die ausreichende Finanzierung aber bei weitem nicht gesichert

Wien (OTS) - Für die Leistungsvereinbarungsperiode 2016 - 2018 will Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner in Summe 750 Millionen Euro unter dem Titel Hochschulraumstrukturmittel (HRSM) für die österreichischen Hochschulen bereitstellen. "Diese unabhängig vom Grundbudget der Universitäten zu vergebenden Mittel sind natürlich ein längst überfälliger Anreiz, dass verstärkt in Richtung Qualität der Lehre und Forschung weitergearbeitet wird", so NEOS-Wissenschaftssprecher Niki Scherak. "Auch die Förderung von Projekten im Bereich des Wissenstransfers ist zukunftsorientiert. Besonders wichtig sind uns aber Bemühungen zur besseren Einbindung und Unterstützung der Doktoratsstudierenden und PostDocs. Hier geht es letztendlich um die vielgenannten besten Köpfe, die wichtig für Österreich sind."

Dass für strukturierte Doktoratsprogramme für den Zeitraum 2016 -2018 nur 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, stößt beim NEOS-Wissenschaftssprecher auf Unverständnis: "Eine derart geringe Summe für alle österreichischen Hochschulen lässt eine sinnvolle Entwicklung strukturierter Doktoratsprogramme nicht zu. Das sind nur punktuelle Förderungen."

Auch den Verweis, dass im Topf finanzielle Unterstützungen (Overheads) für Förderungen des Wissenschaftsfonds FWF enthalten sind, lässt Scherak nicht gelten: "Der FWF selbst beklagt für 2016 -2018 eine Förderlücke von insgesamt 257 Millionen Euro. Laufende Doktoratskollegs werden von 12 auf 8 Jahre gekürzt und bereits heuer die Overheadkosten halbiert. Hier wurde einerseits Geld abgezogen und andererseits wird dieses Geld mit neuem Mascherl verteilt."

"Dass von Bundesminister Mitterlehner die Autonomie der Universitäten, eigenständig Schwerpunkte zu setzen, betont wird, begrüße ich ganz ausdrücklich", schließt Scherak. "Das darf aber nicht auf Kosten der ohnehin unterdotierten Forschungsförderung geschehen. Hier erwarte ich mir mehr Mut, Geld in Österreichs Zukunft zu investieren."

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