„matinee“-Doppel am Feiertagswochenende: Neues Ringstraßen-Porträt am 1. Mai, Dokus über Leo Fall und Max Raabe am 3. Mai

Jeweils um 9.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Zwei sehenswerte "matineen" bietet das kommende Feiertagswochenende in ORF 2:
"Meine Ringstraße" ist der Titel eines neuen Filmporträts von Felix Breisach, das zum 150. Geburtstag der am 1. Mai 1865 eröffneten Wiener Prachtmeile am Staatsfeiertag, Freitag, dem 1. Mai 2015, um 9.05 Uhr auf dem Programm steht. Am Sonntag, dem 3. Mai, präsentiert Martin Traxl dann einen abwechslungsreichen dreiteiligen Kulturvormittag: Zunächst begibt sich Thomas Machos Dokumentation "Leo Fall - Vergessenes Enfant terrible der Wiener Operette" (9.05 Uhr) auf die Spur eines der wichtigsten Operettenkomponisten im Wien und Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts; danach zeigt "Max Raabe & Palast Orchester - Eine Nacht in Berlin" (9.55 Uhr) die Höhepunkte des aktuellen Konzertprogramms des bekannten Künstlers und seines Ensembles, die am 4. und 5. Mai in Wien gastieren. Den Abschluss der "matinee" am Sonntag bildet "Die Kulturwoche" (10.40 Uhr) mit einem ausführlichen Einblick in das aktuelle Kulturgeschehen.

Freitag, 1. Mai: "Meine Ringstraße" (9.05 Uhr, ORF 2)

In der rund 45-minütigen Dokumentation erzählen Menschen, die durch ihre Arbeit und ihr Leben besonders mit der Ringstraße verbunden sind, über ihren persönlichen Zugang zum berühmten Boulevard. Darunter befindet sich ein Straßenbahnschaffner, der seit 30 Jahren mit dem D-Wagen fährt, genauso wie ein Mitarbeiter der Magistratsverwaltung, der täglich die Lampen der Ringstraßenbeleuchtung austauscht, ein Gärtner, der sich um die Baumbepflanzung der Ringstraße kümmert, der Pförtner des Burgtheaters und ein Fiaker, der als Reiseführer mit seiner Pferdekutsche täglich viele Runden um die Ringstraße dreht. Die Gespräche führen von einem historisch wichtigen Gebäude zum nächsten und lassen viel Raum, auch von der Architektur und der Geschichte von einer der schönsten Straßen der Welt zu erzählen. Regisseur Felix Breisach zeichnete bereits für den diesjährigen ORF-Film zur Pause des "Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker" - "Der Boulevard - Die Wiener Ringstraße 1865-2015" - verantwortlich.

Sonntag, 3. Mai:

"Leo Fall - Vergessenes Enfant terrible der Wiener Operette" (9.05 Uhr)

Er verdiente Unsummen und hatte doch ständig Schulden. Seine Werke verkaufte er zwar bis London, New York und Rio, er musste sich aber wegen seiner finanziellen Ahnungslosigkeit freiwillig unter Kuratel stellen lassen. Leo Fall, der verkannte und fast vergessene Starkomponist der 1910er und 1920er Jahre, war ein Genie und gleichzeitig ein Enfant terrible, ein ewiges Kind, das im Grunde nichts anderes interessierte, als Musik zu schreiben. Seine Operettenmelodien zählten zu den größten Hits ihrer Zeit und Werke wie "Der fidele Bauer", "Die Dollarprinzessin" oder "Die Rose von Stambul" waren Publikumsrenner. Seit einiger Zeit erleben sie ihre Renaissance und kehren mit großem Erfolg auf die deutschen und österreichischen Theaterbühnen zurück.
In Thomas Machos Film erzählt Leo Fall aus seinem verrückten Leben:
In einem fiktiven Gespräch sinniert er über seinen unglaublichen Reichtum ebenso wie über seine Verschwendungs- und Spielsucht. Er erinnert an seine Triumphe und gibt tiefe Einblicke in sein Privatleben, das auch eine uneheliche Tochter, seine Entmündigung, und eine lebensuntüchtige, kokainsüchtige Ehefrau beinhaltete. Neben den Konkurrenten Lehár und Kálmán war Leo Fall aber vor allem der wichtigste Operettenkomponist inmitten eines aufregenden Geistes-und Kulturlebens im Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts.

"Max Raabe & Palast Orchester - Eine Nacht in Berlin" (9.55 Uhr)

Berlin ist seit vielen Jahren die Heimatstadt von Max Raabe und dem Palast Orchester. Hier begannen sie ihre Karriere und hier wurden nicht nur die neuen, sondern auch ein Großteil der alten Stücke ihres Konzertrepertoires erstmals aufgeführt. Ihr aktuelles Bühnenprogramm "Eine Nacht in Berlin" ist eine gelungene Mischung aus wiederentdeckten Klassikern und modernen Neukompositionen. Raabe versteht sich als Mittler zwischen den Welten und transportiert mit Berliner Lässigkeit den Glamour der 20er und 30er Jahre elegant in die Jetztzeit.
Der renommierten Videoregisseur Daniel Lwowski, der für Raabe u. a. bereits das Musikvideo zu "Küssen kann man nicht alleine" umgesetzt hat, setzt die Konzert-Höhepunkte aus dem Berliner Admiralspalast außergewöhnlich bildstark und abwechslungsreich filmisch in Szene. Mit aufwendigen visuellen Konzepten, verbunden mit eigens gedrehten Zwischenszenen, werden die einzelnen Werke individuell inszeniert. "Eine Nacht in Berlin" ist eine musikalische Zeitreise in die Welt der Comedian Harmonists, ins Berlin von Bertolt Brecht und Kurt Weill und in die New Yorker Klangwelten von Cole Porter und Jerome Kern.

Die Sendungen der "matinee", für die Lizenzrechte vorliegen, sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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