ÖVG Forum 2015 thematisierte das „Fachkonzept Mobilität“ der Stadt Wien

Wien (OTS) - Die Stadt Wien und das Wiener Umland sind mit großen Herausforderungen im Bereich Mobilität konfrontiert. Wien wird in einem Jahrzehnt zwei Millionen EinwohnerInnen haben, auch im Wiener Umland siedeln sich immer mehr Menschen an. Die Stadtentwicklung Wien hat daher ein neues Mobilitätskonzept erarbeitet, das Maßnahmen enthält, um auf diese Entwicklung zu reagieren. Die Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (ÖVG) hat sich im Rahmen des jährlichen Forums ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) kritisch mit dem Wiener Mobilitätskonzept auseinander gesetzt und es gemeinsam mit ExpertInnen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und diskutiert.

Seitens des Wiener Magistrats stellte Angelika Winkler (MA18) und ihr Team, aber auch externe Projektpartner, die im Prozess mitgearbeitet haben, das Fachkonzept Mobilität anhand der Handlungsschwerpunkte vor, wie zum Beispiel "Der öffentliche Raum, Straßen fair teilen" oder Verkehrsorganisation - Mobilität schlauer regeln". "Das aktuelle Mobilitätskonzepts entstand durch eine breite Einbindung aller relevanten Personen und Stellen in der Stadt. Das brachte auch eine neue Qualität der Diskussion. Insgesamt wurden 220 Maßnahmen entwickelt", so Winkler.

Der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günther Steinbauer, erläuterte den geplanten Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Andrea Faast von der Wirtschaftskammer Wien beleuchtete in ihrem Vortrag die Sichtweise der Wirtschaft. Friedrich Zibuschka (Land Niederösterreich) stellte die Vorhaben seitens des Landes Niederösterreich vor.

Den Abschluss machte eine Reflexion aus wissenschaftlicher und internationaler Sicht seitens Hermann Knoflachers (TU Wien), der dem neuen Mobilitätskonzept ein sehr gutes Zeugnis ausstellt. "Das neue Wiener Mobilitätskonzept baut vermehrt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen auf und ist inhaltlich und methodisch eine qualifizierte Fortsetzung der in den 60er und 70er Jahren erstellten Konzepte. Mit der Änderung der Strukturen ändert man auch die menschlichen Verhaltensweisen im Verkehr. Die Inkubationszeit zwischen wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen und praktischer Umsetzung beträgt erfahrungsgemäß in etwa eine Generation", so Knoflacher im Rahmen der Diskussion.

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MA 18 - Stadtentwicklung und Stadtplanung
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