Enzinger zum Tag gegen Verkehrslärm am 29.April

GRÜNE Maßnahmen gegen krankmachenden Lärm

St. Pölten (OTS) - Die Verkehrssprecherin der GRÜNEN Niederösterreich Enzinger zum heutigen Tag gegen Verkehrslärm: "Es sind unvergleichlich mehr Menschen von Straßen- als von Bahnlärm betroffen, das wissen wir alle, aber auch der Bahnlärm ist nicht zu unterschätzen und muss in Zukunft gezielter bekämpft werden. Verkehrslärm ist mit Abstand das größte Lärmproblem und das verbreitetste Umweltproblem Österreichs. Nicht weniger als ein Viertel der Bevölkerung ist im Wohnbereich davon betroffen. Daher muss mit der Zurückhaltung bei Gegenmaßnahmen endlich Schluss sein, denn die Rechnung über zukünftige Gesundheitsschäden zahlen wir alle." Weiteres: "Neben dem bekannten Straßen- und Fluglärm in unserem Bezirk Gänserndorf muss auch der nervenaufreibende Schienenlärm bekämpft werden. Denn auch davon können inzwischen schon viele Betroffene, die entlang der Bahn wohnen ein Lied singen. Meist ist der Hauptverursacher der Güterverkehr, in unserer Region fahren zusätzlich auch noch sehr alte Personenzüge ohne Flüsterbremsen. Lärmschutzwände sind teure und begrenzt wirksame, passive Maßnahmen, bei denen auch die Gemeinden mitzahlen müssen. Passive wirksamere Maßnahme wären Flüsterbremsen. Die meisten Güter-Waggons laufen noch mit gusseisernen Bremsen, deren Betätigung die Lauffläche der Räder verformt - je unrunder diese werden, desto mehr rumpelt und quietscht es auf dem Gleis. Durch Umrüstung auf "Flüsterbremsen" könnte der Lärmpegel langfristig um 10 Dezibel gesenkt werden, für AnrainerInnen eine Halbierung des Lärms und eine spürbare Wohltat", so die Grüne Verkehrssprecherin Amrita Enzinger anlässlich des Tages gegen Lärm.

"Die technischen Lösungen, um den Lärm des Schienengüterverkehrs um die Hälfte zur reduzieren, existiere bereits. EU-weit sind rund 650.000 Bahn-Güterwagen mit den herkömmlichen Bremssystemen im Einsatz. Das wollen wir GRÜNE ändern und die Umrüstung auf "Flüsterbremsen" vorantreiben. Das ist nur eine Maßnahme von mehreren. Die EU stellt dafür 260 MIO Euro zur Verfügung." so Enzinger abschließend.

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