Pflegeberufereform: Hilfswerk warnt vor Schäden durch Nichtberücksichtigung der Langzeitpflege

Präsident Othmar Karas: "Seit der Dialog mit den beteiligten Stakeholder-Gruppen aufgegeben wurde, ist in der Diskussion der Wurm drin!"

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Sitzung der Landesgesundheitsreferenten, bei der auch die Reform der Pflegeberufe auf der Agenda steht, fordert Hilfswerk Präsident Karas, dass der Bereich der mobilen Langzeitpflege in den Diskussionen stärker berücksichtigt wird.

"Die bisherigen Vorschläge sind stark auf die Interessen der Krankenanstalten fokussiert und lassen die Langzeitpflege völlig außer Acht", so Karas. "Im Gegenteil, manche Vorschläge würden den Langzeitpflegebereich vor große Probleme stellen und die Betreuungssituation verschlechtern."

Gerade dieser Bereich wird aber in den nächsten Jahren einen erhöhten Bedarf an Pflegekräften haben. Karas rechnet mit cirka 1000 Fachkräften, die in den nächsten Jahren jährlich zusätzlich notwendig sein werden.

Wichtig, so Karas, ist eine Attraktivierung und Aufwertung der Pflegeberufe, die Anbindung der Ausbildung an das Regelbildungswesen und eine Ausweitung der Kompetenzen. Die Einführung einer zusätzlichen Berufsgruppe lehnt er ab.

Als unbefriedigend erlebt Karas den derzeitigen Diskussionsprozess. "Vor einem Jahr wurde der geordnete Dialog mit allen beteiligten Stakeholdern aufgegeben, seither ist in der Diskussion der Wurm drin", so Karas. Er fordert eine Reformgruppe, in der alle Stakeholder-Gruppen repräsentiert sind, damit eine befriedigende Lösung für Spitäler, Pflegeheime, mobile Pflege und die Behindertenarbeit erarbeitet wird.

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