Christian Ragger: Gesundheitsplan rechtlich und finanziell fragwürdig

In die Interne Waiern, die jetzt abgeschafft wird, wurden erst kürzlich 5 Millionen Euro investiert

Klagenfurt (OTS) - "Rechtlich, finanziell und menschlich äußerst bedenklich", so fasst der Rechtsreferent in der Kärntner Landesregierung LR Mag. Christian Ragger den Strukturplan Gesundheit von LHStv Dr. Beate Prettner zusammen. Beim Runterfahren des Spitals in Waiern sieht er ein massives rechtliches Problem. "Wenn die Interne Abteilung wie vorgesehen aufgelöst wird, verliert Waiern den Status als Standardkrankenanstalt der Basisversorgung und es fehlt die Rechtsgrundlage für die Fortführung der Psychosomatik. Laut § 5 der Kärntner Krankenanstaltenordnung muss ein Department für Psychosomatik in eine Abteilung für Interne Medizin oder Psychiatrie eingegliedert sein." Für Ragger ist auch eines absurd: "Wir haben erst vor zwei Jahren die Interne in Waiern um fünf Millionen Euro ausgebaut und jetzt beseitigen wir sie! LHStv Prettner konterkariert damit das Bemühen Kärntens, Ressourcen sparsam und effizient zu nutzten".

Als menschlich problematisch beurteilt Ragger die radikale Reduzierung des chirurgischen Angebots im Bezirk St. Veit. "Das ist die Region mit der höchsten Krebsrate von ganz Kärnten. Es gibt hier den höchsten Bedarf an Krebschirurgie und da fährt Prettner massiv rein. Das KH Friesach wird zu einer Tageschirurgie runtergestuft, sodass hier hin künftig gar keine Tumoroperationen mehr stattfinden können und in St. Veit werden es aufgrund der geplanten 25 %-Bettenkürzung um 1.000 Operationen pro Jahr weniger sein. Wohin sollen künftig die 1.000 Tumorpatienten, die im Raum St. Veit nicht mehr versorgt werden, gehen?" Für Ragger ist das die vollkommen falsche Zielgruppe von Sparplänen.

Er fordert daher ein Zurück an den Start aller Reformpläne. "So etwas Unausgegorenes, wie Prettner es präsentiert hat, kommt raus, wenn alles im stillen Kämmerlein ohne Gespräche mit der Ärzteschaft und den betroffenen Spitälern ausgeschnapst wird".

Auch wenn die Reform sinnvolle Elemente wie etwa eine ausgewogenere regionale Versorgung in der Psychiatrie enthält, seien die Mängel viel zu groß und gravierend. Ragger vermisst vor allem Ansätze, wie man den Kostentreiber Spitalsambulanzen eindämmen könnte. "Da sind wir bei 125 Millionen Euro Kosten pro Jahr. Da könnte man sinnvoll sparen, aber bitte nicht bei Krebspatienten", so Ragger abschließend.

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