Hinkley Point: Grüne appellieren an Faymann, Klage beim EuGH einzureichen

Anti-Atomsprecher Köchl begrüßt Klage gegen Atomsubventionen

Wien (OTS) - Anlässlich der aktuell erfolgten Hinkley Point C-Entscheidung durch die Europäische Kommission bekräftigt Matthias Köchl, Anti-Atom-Sprecher der Grünen, seine Zustimmung für eine Klage gegen die Genehmigung der Atomsubventionen: "Mit der Kundmachung ist die formale Basis für die angekündigten Einsprüche gegeben. Jetzt muss es Klagen hageln. Wir können und müssen erreichen, dass diese zutiefst wettbewerbsverzerrende Bevorzugung der menschenfeindlichen Atomkraft zurückgenommen wird. Nicht nur ist jedes neue Atomkraftwerk eines zu viel. Die Finanzierung von Hinkley Point durch Steuergelder wäre ein Dammbruch für weitere nicht rentable AKW. Ich appelliere an Bundeskanzler Faymann, jetzt zu seinem Wort zu stehen, und umgehend Österreichs Klage beim europäischen Gerichtshof einzureichen", sagt Köchl.

Der Grüne Anti-Atomsprecher warnt aber davor, andere Atomgefahren dabei aus dem Blick zu verlieren. So läuft aktuell auch ein Umweltverträglichkeitsverfahren zu der von Ungarn geplanten Erweiterung des Kernkraftwerk Paks. Noch bis zum 20. Mai können in allen Bundesländern Stellungnahmen gegen die Erweiterungspläne eingebracht werden. "Jeder Österreicher, jede Österreicherin kann damit einen Beitrag leisten und auch persönlich Einspruch erheben gegen neue Atomgefahren. Wir brauchen keine Atomkraftwerke mehr. Wir brauchen Erneuerbare Energie - und zwar zu 100 Prozent", fordert Köchl.

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