Schultes: Energieeffizienzgesetz darf Atom, Kohle und Öl nicht fördern

Brennholz, Hackgut und Holzpellets – regional, klimafreundlich, effizient und sicher

Wien (OTS) - "Der Gesetzgeber wollte mit dem Energieeffizienzgesetz ein Instrument schaffen, mit dem die wichtigsten Ziele unserer Energiepolitik erreicht werden. Das Gesetz sollte mithelfen, die Versorgungssicherheit zu stärken, die Erneuerbaren auszubauen, die Klimabelastung zu reduzieren und die Energieeffizienz zu verbessern. Doch die praktische Umsetzung gleicht einem einzigen Verwirrspiel. Regelinstrumente, wie Monitoringstelle, Monitoringverordnung und Methodendokument bringen nur zusätzliche Bürokratie. Hochkomplizierte Rechnungen führen dazu, dass Brennholz, Hackgut und Holzpellets als wichtigste heimische und regional verfügbare Wärmequellen ausgebremst werden. Dabei ist Österreich die Heimat der Technologieführer bei Biomasse. Wir können uns eine derartige Vorgangsweise nicht leisten. Sie gefährdet über Jahrzehnte aufgebautes Know-how und Tausende Arbeitsplätze. Ich appelliere an die Verantwortlichen, die verwirrenden Rechenspiele zu beenden, sich auf die Kernziele der Energiepolitik zu besinnen und konsequent mit deren Umsetzung zu beginnen", verlangte heute LK Österreich-Präsident Hermann Schultes.

Atom, Kohle und Öl vor der Tür?

"Man gewinnt derzeit den Eindruck, das Effizienzgesetz verkommt zu einem komplexen Instrument der Konsumentenverwirrung, bei dem am Ende trotz hohem Aufwand alles beim Alten bleibt. Statt die erneuerbare Energie optimal zu nutzen und damit den Klimaschutz zu verbessern sowie höchste Versorgungssicherheit zu garantieren, schleichen sich Kohle, Öl und Atom mit undurchschaubaren Methoden hinterrücks wieder in unser Energiesystem hinein", so Schultes. "Wir brauchen eine Energiepolitik, die unsere Importabhängigkeit reduziert und die Versorgungssicherheit erhöht. Wir müssen den Ausbau der Erneuerbaren in allen Bereichen verstärken und klimaschädliche fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas sowie riskante Atomenergie soweit wie möglich zurückdrängen. Wir müssen aber auch die verfügbare Energie so effizient wie möglich nützen. Dazu ist das Gesetz da und dafür ist es auch einzusetzen", stellte der LK-Präsident klar. (Schluss)

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