Lichtenwörth: Zu viele Schweine bringen Unglück

Grüne/Krismer/Windbüchler: Ausweitung des Grundwasserschongebietes ist das Mindeste

St. Pölten (OTS) - Die Bürgermeister aus der Region erhalten Schützenhilfe von Klubobfrau Helga Krismer und Nationalrätin Tanja Windbüchler-Souschill. "Die Raumordnung in NÖ sieht zwar Windkraftzonen vor, aber keine Zonen für Massentierhaltung. Das Mindeste ist die Erweiterung des Wasserschongebietes", erklärt Klubobfrau Helga Krismer. Seit geraumer Zeit ist der NÖ Landtag mit der Konzentration von Schweinebetrieben im Raum Lichtenwörth konfrontiert. Ein Geschäftsstück liegt sogar noch im Unterausschuss. "Ich erwarte mir von ÖVP und SPÖ, dass endlich tragfähige und nachhaltige Lösungen erarbeitet werden. Nur ein Schulterschluss auch über die Landesgrenze ins Burgenland hinweg, wird Umweltschutz und Nachhaltigkeit vereinen. Sauberes Wasser ist und bleibt unser höchstes Gut", ist Tanja Windbüchler-Souschill überzeugt von der Möglichkeit einer Lösung für die Menschen in Lichtenwörth und Umgebung.
Abgesehen von der notwendigen Problemlösung für die gesamte Region sind die Grünen davon überzeugt, dass zu viele Schweine an einem Ort Unglück bringen. Helga Krismer beschäftigt sich seit Jahren mit Geruchszahl, Raumordnung und Wasserschongebieten, Nitratreduktion und vieles mehr rund um die Massentierhaltung. "Diese Mega-Anlagen haben mehr mit dem Gewerberecht zu tun, als mit der Landwirtschaft. Leider haben wir Gesetze, die dem seit Jahrzehnten anhaltenden Trend nicht Rechnung tragen. Riesige Zuchtbetriebe mit 1200 Schweinen und mehr sind eine enorme Belastung für Mensch, Umwelt und Tier. Es braucht endlich Gesetze, die nachhaltig greifen", fordert Helga Krismer auf zu handeln und verweist einmal mehr auf die zahnlosen Umweltverträglichkeitsprüfungen in diesen Fällen. "Da ohnehin alle Antragsteller danach trachten, nicht in die Umweltverträglichkeitsprüfung zu fallen, gibt es auch hier keine Handhabe für Opposition und GegnerInnen dieser Zuchtbetriebe. Das ist der eigentliche Skandal, warum mit einer Ausweitung von Wasserschongebieten nur das Schlimmste verhindert werden kann", so Krismer abschließend.

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