Wissensbasierte Dienstleister erwirtschafteten 2014 ein Umsatzwachstum von 5,6%

Ungebrochene Dynamik des rot-weiß-roten Informations-, Kommunikations- und Consultingsektors – Exportquote: 14% (Exportleistung: rund 9 Mrd. Euro)

Wien (OTS) - Die wissensbasierten Dienstleistungsunternehmungen in Österreich weisen für 2014 ein beeindruckendes Umsatzwachstum von 5,6% aus. Den rund 120.000 Dienstleistungsunternehmen des Informations-, Kommunikations- und Consultingsektors - zu mehr als 60% Ein-Personen-Unternehmen - ist es damit gelungen, das stabile Wachstum seit 2010 fortzusetzen und das BIP-Wachstum wieder deutlich zu überbieten. Eine konstant hohe Exportquote von 14% (Exportleistung: rund 9 Milliarden Euro) und eine Investitionsquote von 6% zeugen vom gesunden und nachhaltigen Wachstum dieser Branchen.

"Das überproportionale Wachstum der wissensbasierten Dienstleister ist Ausdruck der Dynamik, mit der sich der Übergang vom Produktionszeitalter zur Dienstleistungsgesellschaft vollzieht", so Robert Bodenstein, Obmann der Bundessparte Information und Consulting in der WKÖ. "Es sind die unternehmensbezogenen Dienstleistungen, die in Kombination von industrieller Fertigung und Dienstleistung letztlich den produktiven und innovativen Kern des Wertschöpfungsprozesses einer modernen Dienstleistungsgesellschaft ausmachen. Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche forciert einerseits die arbeitsteilige Wirtschaft, spiegelt aber andererseits auch den Trend zum Outsourcing wider", erklärt Bodenstein den erfreulichen Wirtschaftsaufschwung des Dienstleistungssektor. Immer mehr Unternehmer gehen laut Bodenstein dazu über, benötigte Dienstleistungen nicht mehr im eigenen Haus vorzuhalten, sondern sich dafür externer Anbieter zu bedienen. "Das ist der Nährboden für einen Mitgliederzuwachs in der Bundessparte Information und Consulting von mehr als 50% in den vergangenen zehn Jahren. Und das Internet der Dinge oder auch Industrie 4.0 werden diesen Trend massiv beschleunigen", so Bodenstein, der für die zwischenzeitig bereits mehr als 130.000 Unternehmen der Sparte verbesserte Rahmenbedingungen einfordert, damit diese ihrer neuen volkswirtschaftlichen Rolle als Wachstumsmotoren nachkommen können. Bodenstein fordert

  • modernste Infrastruktur/Stichwort Breitbandausbau
  • Flexibilität für Arbeitszeit und Arbeitsformen/Stichwort Neue Arbeitswelt
  • alternative und leicht zugängliche Finanzierungsformen für Kleinunternehmen

"Mit dem Alternativfinanzierungsgesetz hat die Bundesregierung einen wichtigen ersten Schritt für neue Finanzierungsformen neben den Banken geschaffen", begrüßt Bodenstein die jüngste Initiative zur Ankurbelung der Wirtschaft, fordert aber gleichzeitig eine raschere Umsetzung für den Breitbandausbau. "Wir diskutieren gerade die neuen Förderrichtlinien und ich hoffe, dass wir damit so rasch wie möglich zu einem Ende kommen, weil endlich die erste Tranche der Breitbandmilliarde mit EURO 300 Mio. Fördervolumen auch in die Unternehmen gehen muss, um den dringend notwendigen Breitbandausbau starten zu können. Ankündigungen haben wir genug gehört, jetzt muss endlich etwas passieren, wenn Österreich im internationalen Standortwettbewerb nicht noch weiter verlieren will", erwartet sich Bodenstein. (PWK302/JR)

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