Rechtsanwaltskanzlei distanziert sich von Honorarvereinbarung des gerichtlich beeideten Sachverständigen Sascha Stadnikow

RfW fordert Berufsverbot zum Schutz für KMU!

Wien (OTS) - Jene Honorarvereinbarung, die auf Betreiben des RfW den Sachverständigenverband beschäftigt, ist seit dieser Woche um eine Facette reicher. Der in Rede stehende Vertrag, in dem vom gerichtlich beeideten Sachverständigen Sascha Stadnikow in seiner im Einfluss stehenden Gesellschaft analog der Sachverständigenleistungen auch für die Rechtsanwaltsleistung ein Stundensatz von bis zu EUR 2.600,00 vereinbart wurde, dürfte ohne Wissen und Zustimmung der betreffenden Rechtsanwaltskanzlei abgeschlossen worden sein. Dies versicherte die betroffene Rechtsanwaltskanzlei nunmehr glaubhaft dem RfW.

Die Rechtsanwaltskanzlei schließt sich nach Durchsicht der Vertragsbestimmungen der Meinung des RfW und des Sachverständigenverbandes an. Im Detail: "Dem Sachverständigen ist es verboten, mit seiner Tätigkeit als Gutachter für sich oder andere Personen Zuwendungen oder Vergünstigungen zu fordern, anzunehmen oder sich versprechen zu lassen, die geeignet sein könnten, seine Objektivität zu beeinträchtigen. Dass nicht der Gerichtssachverständige selbst, sondern eine Gesellschaft die Beratungs- und Gutachterleistung erbringt, ändert an der standesrechtlichen Bedenklichkeit nichts, wenn der Sachverständige an dieser Gesellschaft maßgeblich beteiligt ist oder auf die Geschäftsführung der Gesellschaft maßgeblichen Einfluss hat."

Diesen Grundsätzen folgend distanziert sich die Rechtsanwaltskanzlei klar von derartigen Honorarvereinbarungen für Sachverständigengutachten. Auch für Rechtsanwaltsleistungen sei ein erfolgsabhängiger Stundensatz in dieser Höhe zu verurteilen, da dies unüblich, ggf. sittenwidrig sei, so die Vertreter der Kanzlei.

Für den RfW ist damit ein wichtiger Schritt für KMU gesetzt worden, damit bei derartigen Verträgen eine leistungsadäquate Honorierung sichergestellt wird. Hier müsse nun auch der Sachverständigenverband ein Signal setzen und eine weitere Tätigkeit von Herrn Stadnikow als Gutachter untersagen und ihn mit einem Berufsverbot belegen, so die RfW-Forderung.

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