• 28.04.2015, 11:30:02
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KPJ und Turnus: KAV schafft attraktive Rahmenbedingungen für JungmedizinerInnen

Ab August 650 Euro Aufwandsentschädigung für Klinisch-Praktisches-Jahr, ab Juli 2015 deutlich höhere Grundgehälter für TurnusärztInnen

Utl.: Ab August 650 Euro Aufwandsentschädigung für
Klinisch-Praktisches-Jahr, ab Juli 2015 deutlich höhere
Grundgehälter für TurnusärztInnen =

Wien (OTS) - Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) setzt derzeit
vielfältige Maßnahmen, um die Rahmenbedingungen für
Jungmedizinerinnen und -mediziner nachhaltig zu verbessern. Der KAV
stellt beispielsweise rund 350 Plätze in seinen Spitälern für das
Klinisch-Praktische-Jahr (KPJ) zur Verfügung und zahlt den
Studierenden ab August eine Aufwandsentschädigung von 650 Euro pro
Monat. Gleichzeitig profitieren Turnusärztinnen und -ärzte ab Juli
von deutlich höheren Grundgehältern und flexibleren
Arbeitszeitmodellen. Mit diesen und anderen Maßnahmen möchte sich der
KAV als attraktiver Arbeitgeber positionieren und so sicherstellen,
dass auch langfristig die besten Ärztinnen und Ärzte für die Wiener
Gemeindespitäler gewonnen werden können.

Wien steht für beste medizinische Versorgung

Als eine der Städte mit der besten Lebensqualität weltweit hat Wien
auch einen exzellenten Ruf, wenn es um die Qualität seiner
medizinischen Versorgung geht. "Spitzenmedizin für alle Wienerinnen
und Wiener, das ist unser Ziel in Wien. Und dafür unternimmt die
Stadt große Anstrengungen. Mit dem Wiener Spitalskonzept 2030
schaffen wir die baulichen Voraussetzungen für modernste
Spitzenmedizin. Unser wichtigstes Kapital sind aber die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheitsberufen. Auch hier
stellen wir nun wichtige Weichen für die Zukunft", unterstreicht
Bürgermeister Michael Häupl.

650 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat für KPJ

Der KAV bildet angehende Medizinerinnen und Mediziner zu
Spitzenärztinnen und Spitzenärzten aus, unter anderem im Rahmen des
Klinisch-Praktischen Jahres. "Für die beste medizinische Versorgung
brauchen wir die besten Medizinerinnen und Mediziner, um die es einen
immer größeren Wettbewerb geben wird. Deshalb müssen wir hier bereits
bei der Ausbildung ansetzen und dem Nachwuchs hohe Qualität sowie
gute Rahmenbedingungen anbieten. Hier setzt die Stadt Wien nun einen
wichtigen Schritt: Ab August 2015 erhalten die Studierenden pro Monat
650 Euro Aufwandsentschädigung", kündigt Gesundheitsstadträtin Sonja
Wehsely heute eine konkrete Unterstützung für angehende Ärztinnen und
Ärzte an. Mit diesem Betrag bietet der KAV im Bundesländervergleich
ein kompetitives Angebote, einige Spitalsbetreiber zahlen eine
geringere oder gar keine Entschädigung.

"Die Stadt Wien will Jungmedizinerinnen und Jungmedizinern von Beginn
an attraktive Ausbildungsbedingungen anbieten. Deshalb möchte ich
Studierende bereits im Klinisch-Praktischen-Jahr sozial abzusichern",
so Wehsely. Die Aufwandsentschädigung ist vor allem für Studierende
wichtig, die neben dem Studium arbeiten müssen oder etwa
Alleinerzieherinnen oder -erzieher sind. Auch sie sollen das
Klinisch-Praktische-Jahr in der vorgesehenen Zeit absolvieren können.
"Der Forderung der Studierenden nach einer Aufwandsentschädigung ist
die Stadt nun nachgekommen", so Wehsely.

Höhere Einstiegsgehälter für Turnusärzte im KAV

Der Wiener Krankenanstaltenverbund bildet in seinen elf Spitälern
derzeit rund 500 Turnusärztinnen und Turnusärzte für Allgemeinmedizin
aus. Rund 600 Medizinerinnen und Mediziner stehen in einem
Vertragsverhältnis mit den städtischen Spitälern, weil sie gerade
eine Ausbildung zur Fachärztin bzw. Facharzt machen. Sie alle
profitieren ab Juli 2015 von neuen Arbeitszeitmodellen und deutlich
höheren Gehältern. "Die Umsetzung der Arbeitszeitrichtlinie bringt
auch für die Jungärztinnen und -ärzte eine kürzere Wochenarbeitszeit
bei gleichzeitig bis zu 30 Prozent höheren Grundgehältern.
Turnusärztinnen und -ärzte verdienen im KAV nun zwischen 3.400 bis
4.000 Euro brutto pro Monat", erläutert Wehsely. Der Verdienst wird
aufgrund von Zulagen und Nachtdiensten insgesamt höher liegen.
Darüber hinaus ist das ab Juli 2015 geltende neue Arbeitszeitmodell
durch seine flexibleren Dienste arbeitnehmerinnen- und arbeitnehmer-
sowie familienfreundlicher.

Aber auch die Ausbildungsqualität soll künftig steigen. "Durch
Organisationsänderungen im klinischen Alltag, wie etwa die
Verschiebung von administrativen Tätigkeiten hin zu
Stationssekretariaten und der Übernahme des mitverantwortlichen
Tätigkeitsbereichs durch die Pflege, sollen Turnusärztinnen und
-ärzte künftig mehr Zeit für ihre Ausbildung haben", ergänzt der
Generaldirektor des KAV, Udo Janßen. Diese Änderungen werden noch
2015 flächendeckend umgesetzt.

Details zum Klinisch-Praktischen-Jahr im KAV

Seit August 2014 müssen die Medizinstudentinnen und Medizinstudenten
in Wien in ihrem letzten Ausbildungsjahr das Klinisch-Praktische-Jahr
(KPJ) absolvieren. Es umfasst eine praktische Ausbildung von 48
Wochen à 35 Wochenstunden, die im Spital absolviert werden. Der
bislang auf ein Jahr befristete Vertrag zwischen MedUni und KAV wurde
durch eine langfristige Vereinbarung zur Zusammenarbeit in Aus-,
Fort- und Weiterbildungsfragen ersetzt. "Im Klinisch-Praktischen-Jahr
sind die Auszubildenden im Spitalsbetrieb zu 100 Prozent integriert
und bekommen Einblicke in die verschiedenen Organisationen und
Abläufe. Sie erhalten eine hoch spezialisierte Ausbildung und werden
nicht für die Systemerhaltung eingesetzt", erläutert Janßen.

"Die Studierenden werden im Klinisch-Praktischen-Jahr Patientinnen
und Patienten betreuen sowie vom Fachpersonal unterrichtet", so der
KAV-Generaldirektor. Das bedeutet etwa, dass sie die Kranken von der
Aufnahme bis zur Entlassung begleiten - auch stationsübergreifend und
natürlich immer unter Anleitung und Aufsicht des ärztlichen
Personals. Die Auszubildenden erstellen aber auch Diagnose- und
Therapiepläne. Assistenzen bei Operationen sind genauso vorgesehen
wie etwa Gesprächsführungen mit Patientinnen und Patienten sowie
deren Angehörigen. Auch die Teilnahme an abteilungsinternen Aus- und
Fortbildungen ist vorgesehen.

Sowohl für den Wiener Krankenanstaltenverbund als auch für die
Studentinnen und Studenten ist das KPJ ein wertvolles Forum, um den
besten Medizinerinnen- und Mediziner-Nachwuchs beziehungsweise einen
passenden Arbeitsplatz zu finden.

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