Fernwärme im Winter 2014/15: Geringerer Heizbedarf, niedrige Kosten und hohe Zufriedenheit

In der vergangenen Heizsaison wurde weniger Wärme als in den Vorjahren verbraucht. Fernwärmeversorgte Objekte sparten dadurch Kosten. Eine Studie zeigt: Fernwärme ist sehr beliebt.

Wien (OTS) - Österreich blickt auf ein warmes Jahr 2014 zurück und auch der aktuelle Winter 2014/2015 war sehr mild. Das Jahr 2014 war österreich- und sogar weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Das spiegelte sich auch im Heizbedarf wider: "Von Oktober 2014 bis März 2015 ist der durchschnittliche Energiebedarf im Vergleich zu den Vorjahren um 1,2 Prozent gesunken", sagt Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW).

Einige Ergebnisse des Energieverbrauchs bis einschließlich März 2015:

  • In Wien liegt der durchschnittliche Energieverbrauch auf Vorjahresniveau. Die letzten 30 Jahre betrachtet, ist der durchschnittliche Verbrauch jedoch um rund 12,5 Prozent zurückgegangen.
  • In Klagenfurt gab es einen rückläufigen Fernwärmeverbrauch von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang kann auf einen um rund 16 Prozent wärmeren Winter gemessen an den Heizgradtagen zurückgeführt werden. Der geringere Verbrauch von Fernwärme konnte durch Neuanschlüsse teilweise kompensiert werden.
  • Auch in Linz war der vergangene Winter wärmer als im Vorjahr. Allerdings nur um rund 1,5 Prozent. Dies wird sich auf den Fernwärmeverbrauch der Kunden nur marginal auswirken.
  • Der Großraum Graz folgt dem österreichweiten Trend. Bedingt durch den Kundenzuwachs lag bei ähnlicher Witterung der Fernwärmeverbrauch in der Heizsaison 2014/15 geringfügig über dem Vorjahr, der spezifische Verbrauch ist leicht rückläufig. Gemessen am langjährigen Durchschnitt war dieser Winter um rund 13 Prozent wärmer.
  • In Niederösterreich lag der Verbrauch der vergangenen Heizsaison geringfügig über dem Vorjahresniveau. Dennoch war der milde Winter auch in diesem Bundesland um 11 Prozent wärmer als im langjährigen Durchschnitt.

Heizkostenvergleich: Fernwärme am günstigsten

Ein Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur hat Ende vergangenen Jahres ergeben, dass Fernwärme bei Vollkostenbetrachtung die sparsamste Heizform ist. Erstmals wurden von verschiedenen Energieträgern - Fernwärme, Erdgas, Kohle, Öl und Pellets - alle Kosten, die durch Heizen entstehen, erfasst und miteinander verglichen. Und zwar von der Anschaffung einer Heizung über die Anschlusskosten, die angesetzte Nutzungsdauer, die Instandhaltung, die Wartung bis hin zu den Energiekosten. Bei allen untersuchten Varianten - also Neubau, sanierter sowie unsanierter Wohnbau -zeichnet sich Fernwärme durch die günstigsten Gesamtkosten aus.

Studie: Fernwärme weiterhin sehr beliebt

Dass Fernwärme nicht nur günstig, sondern auch sehr beliebt ist, zeigt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstitutes marketmind:
Fernwärme wird als bequem, zuverlässig und sauber wahrgenommen. "Die Zufriedenheit der Österreicher befindet sich schon seit Jahren auf bemerkenswert hohem Niveau", sagt der Studienautor Dr. Alexander Zauner.
Rund neun von zehn der befragten Haushalte, Großkunden und Bauträger sind sehr zufrieden oder zufrieden mit der Fernwärmeheizung (siehe Grafik). Als zentraler Vorteil der Fernwärme wird die komfortable Handhabung genannt. Zudem verbinden die Befragten mit dem Einsatz von Fernwärme eine zuverlässige Versorgung. Acht von zehn Privatkunden und sogar neun von zehn Großkunden nehmen Fernwärme als sichere Energiequelle wahr. "Durch viele zufriedene Verbraucher konnte ein starkes Vertrauen etabliert werden", erklärt Dr. Zauner.

Kunden erwarten weiteren Fernwärme-Netzausbau

Gefragt nach der Zukunft von Fernwärme, sind sich die Befragten einig: Sieben von zehn der befragten Privatkunden prognostizieren eine steigende oder konstante Entwicklung. Drei Viertel der Großkunden rechnen sogar mit einem Zuwachs des Marktanteils. "Es freut uns sehr, dass die aktuelle Umfrage die erfolgreichen Ergebnisse der letzten Jahre widerspiegelt", sagt Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen.
Ein Ausbau der Fernwärme geht mit verbesserter Luftqualität, zusätzlicher Schadstoffreduktion und höherer Energieeffizienz einher. Alleine in Wien werden durch die Versorgung mit Fernwärme jedes Jahr rund 1,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden. Österreichweit können aktuell rund drei Millionen Tonnen CO2 reduziert werden. Durch einen verstärkten Ausbau der Fernwärmenetze können nationale und internationale Umwelt-und Klimaziele leichter eingehalten werden.

Im Rahmen der von Marketmind durchgeführten Studie wurden österreichweit 500 private Haushalte (Fernwärmenutzer und Nichtnutzer) befragt. Zusätzlich waren 151 Fernwärme-Großkunden, 41 Bauträger und 30 Meinungsmultiplikatoren unter den Befragten. Die Erhebung fand im Jänner und Februar 2015 statt.

Über den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen:

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein. Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Michael Mock, Geschäftsführer
Mail: mock@gaswaerme.at
Tel: +43 1 513 15 88
Web: www.gaswaerme.at

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