GBH zum Workers´ Memorial Day: Kürzere Arbeitszeiten erhöhen Arbeitssicherheit

Muchitsch: Arbeitsunfallzahlen im Baubereich trotz aller Bemühungen zu hoch

Wien (OTS) - "Die meisten Arbeitsunfälle passieren nach der Regelarbeitszeit, wenn die Beschäftigten übermüdet und dadurch unaufmerksam sind. Das sei auch jenen Wirtschaftsvertretern ins Stammbuch geschrieben, die immer noch längere Arbeitszeiten wollen", so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), Josef Muchitsch, anlässlich des Workers´ Memorial Day. Heute, Dienstag, legen BaugewerkschafterInnen einen Kranz beim Gedenkstein für verunfallte Bauarbeiter in Wien-Favoriten nieder.++++

Alle 15 Sekunden stirbt weltweit ein Mensch durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit. Das hat die ILO, die Internationale Arbeitsorganisation, errechnet. In Österreich gab es trotz umfangreicher Präventionstätigkeit im Jahr 2014 allein im Baubereich 17.742 Arbeitsunfälle, davon verliefen 17 tödlich. Im Hochbau liegt die Unfallrate immer noch bei 82,83 und im Tiefbau sogar bei 86,45 -das bedeutet, von 1.000 Tiefbauarbeitern waren mehr als 86 im Jahr 2014 von einem Unfall betroffen, von den Hochbauern waren es über 82.

Muchitsch: "Ich bin sicher, auch 2014 hätten viele Arbeitsunfälle verhindert werden können - durch ordentliche Sicherungsmaßnahmen, mehr Gesundheitsschutz und Prävention, mehr Schulungen, mehr Aufmerksamkeit, aber nicht zuletzt auch durch kürzere Arbeitszeiten!"

Und auch 2014 sind Menschen gerade in unseren Branchen schädlichen Einflüssen wie zum Beispiel UV-Strahlung, Rußpartikeln, Zementstaub und vielem mehr ausgesetzt und werden deshalb in vielen Jahren Berufskrankheiten und berufsbedingte Erkrankungen erleiden.

In all diesen Bereichen setzen die Baugewerkschafter an, z. B. mit der jährlichen UV-Schutzaktion auf Baustellen und in Berufsschulen, sehr oft in Zusammenarbeit mit der AUVA.

Muchitsch: "Wenn wir langfristig erfolgreich sein wollen, dann brauchen wir nicht nur die AUVA oder die Arbeitsinspektion als Partner: Es muss noch viel deutlicher ein Anliegen aller politisch Verantwortlichen werden, mehr für die Prävention, aber auch für faire Arbeitsbedingungen zu tun."

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