Huainigg zur Rede von Bundespräsident Fischer: Menschenwürde muss unser politisches Handeln prägen!

ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung: Die Verankerung der Menschenwürde in der österreichischen Verfassung ist nach 70 Jahren Zweiter Republik das Gebot der Stunde

Wien (OTS) - In seiner heutigen Rede anlässlich des Festaktes zum 70. Jahrestag der Wiedererrichtung der Republik Österreich führte Bundespräsident Dr. Heinz Fischer aus, dass sich demokratiepolitisches Handeln nach universellen Werten ausrichten muss: "Die Demokratie steht in engem Zusammenhang mit der Erkenntnis von der unveräußerlichen und unverletzbaren Individualität jedes einzelnen Menschen und seiner Menschenwürde." Der ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung, Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, kann dies voll unterstreichen und sieht die Aussagen von Bundespräsidenten Fischer auch als Unterstützung seines Anliegens, die Menschenwürde in der österreichischen Verfassung zu verankern. "Während das deutsche Grundrecht auf die unantastbare Menschenwürde in Artikel 1 Absatz 1 verweist, gibt es hier in Österreichs Verfassung eine grobe Wertelücke."

Huainigg erinnert an den historischen Hintergrund der Menschenwürde:
"Immanuel Kant leitet Menschenwürde vor allem von der Autonomie des Menschen ab, seinen Entscheidungen Werthaltungen zu Grunde zu legen. Gerade vor dem Hintergrund der den Menschen entwürdigenden Vorgänge während der nationalsozialistischen Herrschaft müssen wir die Antworten auf die heutigen ethischen Fragestellungen, unsere Demokratie und das politische Handeln nach Gesichtspunkten der Menschenwürde ausrichten."

Huainigg begrüßt die Aussagen von Bundespräsident Fischer und wünscht sich eine parlamentarische Diskussion zur Verankerung der Menschenwürde in der Verfassung, "denn dies ist, nicht nur angesichts unserer Vergangenheit, sondern auch angesichts der weltweiten humanitären Krisen, das Gebot der Stunde!"
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